Auf zur Monster-Nacht ins Germanische Nationalmuseum

Im schummrigen Licht warten auf die Besucher zahlreiche ,,Monster". (Foto: GNM)
NÜRNBERG (pm/nf) - Monster bevölkern derzeit in der aktuellen Sonderausstellung das Germanische Nationalmuseum. Da diese Unwesen als nachtaktiv und Freunde der Dunkelheit gelten, feiert das Germanische Nationalmuseum – passend zum Thema – statt des sonst üblichen Museumsfests in diesem Jahr eine lange Monster-Museumsnacht.

Am Samstag, 13. Juni, bleiben die Sonderausstellung und die Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte sowie zu Kunst aus Renaissance, Barock und Aufklärung bis 24 Uhr geöffnet. Geboten wird ein Programm mit Führungen, Gruselgeschichten-Lesungen und Mitmach-Aktionen. Und damit auch Kinder mitfeiern können, beginnt die Nacht bereits um 16 Uhr. Von da an ist der Eintritt frei.

Ab 16 Uhr öffnet die Kreativ-Werkstatt des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums ihre Türen und lädt Kinder ab 5 Jahren und ihre Eltern zu einer drachenstarken Mitmach-Aktion, die in Kooperation mit dem Krakauer Haus realisiert wird. Inspiriert von einer Kurzführung mit dem Künstlerpaar Olaf und Kasia Prusik-Lutz zu außergewöhnlichen Drachendarstellungen in der Kunst können aus Kartons Drachenmasken selbst gebaut werden. Die Kreativwerkstatt bleibt bis 20 Uhr geöffnet. Pappen und Folien in allen Farben liegen bereit, die mit Stiften und Tonpapier, Fundstücken aus Natur und Alltag, zu gruseligen oder lustigen Monstergesichtern gestaltet werden können.

Parallel lädt TanzPartner zu einem Workshop auf den Kunstbalkon. Der Verein studiert mit Kindern und Jugendlichen dynamisch-schwungvolle Tanzschritte ein und führt sie an den kreativen zeitgenössischen Tanz heran. Musik ertönt, Inspiration wird die Sonderausstellung geben: Wie bewegen sich mächtige Drachen, wenn sie lebendig werden und durchs Museum stampfen? Mitmachen erwünscht!

Führungen durch die aktuelle Monster-Sonderausstellung beginnen jeweils zur vollen Stunde. Selbstverständlich kann die Schau auch selbständig besucht werden. Im schummrigen Ausstellungslicht erwarten Besucher Darstellungen mächtiger Menschenfresser, höllischer Dämonen und aus blitzenden Augen starrende Medusen. Auch skurrile Fabelwesen sind zu entdecken, Menschen mit Ohren groß wie die eines Elefanten, mit riesigen Füßen oder einem komplett behaarten Körper. So stellte man sich im Mittelalter und der Neuzeit die am Rande der bekannten Welt lebenden Völker vor. Doch auch friedliche, dem Menschen – vor allem den Kindern – freundschaftlich verbundene Monster sind ausgestellt, wie zum Beispiel das scheue Einhorn.

Als Höhepunkt des Abends wird ab 21 Uhr, wenn es draußen dämmrig wird, in den altehrwürdigen Mauern der Kartäuserkirche der Gruselfilmklassiker „Nosferatu“ aus dem Jahr 1923 gezeigt. Live-Musik begleitet die außergewöhnliche Vorführung des Stummfilms. Der Eintritt zur Museumsnacht ist frei, einzig für den Film wird ein Eintritt von 15,- Euro erhoben. Karten können ab sofort an der Museumskasse oder online erworben werden. Zum Ausklang der Nacht liest die Schauspielerin Katharina Tank ab 23 Uhr in der Sonderausstellung noch einmal Auszüge aus berühmten Schauergeschichten und Klassikern der Gruselliteratur.
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