Musik für die Augen

ein Teil der Rheuma-Liga-Reisegruppe
- ein wirklich passendes Motto für die diesjährige Landesgartenschau. Für die Reisegruppe der Deutschen Rheuma-Liga AG Feucht war diese Anlass für ein extra Highlight im Jahresablauf. Bei gutem Reisewetter ging es im vollbesetzten Bus ab zur Wagner-Stadt Bayreuth.

Der Eingangsbereich war ähnlich wie bei anderen Gartenschauen u.a. mit einem großen Schauzelt sehr ansprechend aufgebaut, die Unterschiede zeigten sich erst beim weiteren Vordringen. Ein Meer von Blumen - nein, lauter Strände und Inseln davon prägten das Bild. Drei neu errichtete Terrassen aus erdfarbigem Beton überragen auf angenehme Weise das Tal, wo große weiße und bunte Felder erblühten. Einmalig war die unmittelbare Verknüpfung von Anpflanzungen mit der ursprünglichen Wiesen-Flora.
Die weitläufigen Rotmain-Auen („Wilhelminenaue“) waren als Naturlehrpfad gestaltet. Zuvor war der Flusslauf ausgebaggert und naturnah aufbereitet worden. Dabei kam Interessantes wie der Knochen eines Elchs zu Tage. Wie Studierende mittels der Luminiszenzmethode herausgefunden haben, waren solche Tiere noch vor 1800 Jahren hier. Ein gegensätzliches Thema fand sich auf einer anderen Schautafel: Plastikmüll, wie er sich zersetzt, sich in Fauna (und Flora) einlagert und schließlich als Gift in unserem Körper landet. Es gab Informationen über Weidengewächse, Libellen, Biber und den ökologischen Nutzen von sog. Totholz u.v.a..
An solargespeisten „Nistkästen“ mit bemalten Vogelmodellen war jeweils auf Knopfdruck das Gezwitscher der verschiedenen heimischen Vogelarten abzuhören. Eine Besonderheit waren die Papierkörbe aus Weidengeflecht, und auch ein "Moses-Körbchen" fand sich inmitten des Schilfs einer Flussinsel. Kaum beachtet war ein kleines Floß, nur aus Holz ohne jedes andere Hilfsmittel gebaut. Man spürte deutlich, dass die Anlage nicht von einem Einzigen konzipiert wurde, vielmehr aus dem Zusammenwirken von verschiedenen lokalen Gruppen - Naturschutz, Künstlern, Religions-Gemeinschaften u.a. - so entstand.
Für Kinder gab's ein Riesen-Trampolin in Form eines zeltförmigen Netzes über/neben der Sandspielfläche. Einen Blickfang stellten die Hundemodelle aus Plastik auf der Wiese dar, wo man auch andere Beispiele für die praktische Verwendung von Altplastik sah. Nicht weit davon das durchsichtige Künstlerhaus, zusammengefügt aus alten Fenstern. Den Orientierungssinn konnte man in einem Weiden-Labyrint und in einer Stangenkabine testen, man konnte über einen roten Teppich schreiten, und im Forstbereich waren anhand von Setzlingen die Baumarten beschrieben, die mit dem Klimawandel hierzulande noch eine Zukunft haben.
Wer den Hügel erklomm, fand in der Ecke neben der Panfigur Anregungen für moderne Grabmale. Ruhe strahlte die Schilfhütte mit dem „Ziehbrunnen“ neben den schläfrigen Eseln aus. Unterwegs zu dem großen Stauwehr, das als Hochwasserschutz dient und unauffällig in die Anlage integriert war, sah man die Modellanlage eines Lustschlosses mit Lustgarten und Schiffen. An der Seebühne waren am Spätnachmittag die Darbietungen einiger Laien-Balletgruppen und Solotänzerinnen zu bewundern.

Nach den vielfältigen Eindrücken des Tages wartete der Bus auf die müden Wanderer und brachte sie auf dem Heimweg noch zu einem gemütlichen Gasthof, um Durst und Hunger zu stillen.

Wer interessiert ist, nicht nur an solchen Fahrten teilzunehmen, sondern auch für den eigenen Körper etwas Gutes in Form von Funktionsgymnastik tun will, ist bei der Rheuma-Liga herzlich willkommen.
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