Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche

Viele Kinder zeigen ihre Trauer nicht bewusst, ziehen sich jedoch von der Außenwelt zurück. (Foto: Fotolia.com)
SCHWABACH (pm/vs) - Am 9. Mai startet die dritte Ausbildungsreihe zum Trauerbegleiter für ehrenamtliche Helfer. Bei dem Johanniter Dienst Lacrima werden speziell Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer begleitet.

Die Ausbildung findet an drei Wochenenden, 09. bis 11.05.2014, 23. bis 25.05.2014 und 13. bis 14.06.2014, im Mehrgenerationenhaus, Flurstraße 52c, in Schwabach statt.
„Häufig trauen sich Kinder gar nicht zu trauern“, erklärt Ursula Gubo von Lacrima. „Sie wollen damit hinterbliebene Elternteile oder die Geschwister schonen. Wir können ihnen den Raum für ihre Trauer geben“. Bei Lacrima werden derzeit bayernweit über 65 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren von 48 ehrenamtlichen Trauerhelfern über einen Zeitraum von ein bis vier Jahren betreut. In Gruppenstunden, Outdoor-Angeboten oder in der Trauerreitgruppe können sie den Verlust verarbeiten. Wenn sich die Kinder treffen, herrscht aber bei weitem nicht nur Trübsal, es wird getobt, gespielt und gelacht. „Die Kinder bestimmen selbst, wann und wie sie trauern möchten. Das ist ebenso wichtig, wie das Beisammensein mit anderen, die das Gleiche erlebt haben“, so Gubo.
Lacrima (lateinisch für „Träne“) gibt es bereits seit über zehn Jahren in München, seit 2012 auch in Mittelfranken. Die Ausbildung zum Trauerbegleiter ist für Ehrenamtliche Voraussetzung, um mit den Kindern zu arbeiten. Wie zeitintensiv Lacrima für Ehrenamtliche nach der Ausbildung ist, fasst Ursula Gubo kurz zusammen: „Wir wünschen uns, dass Ehrenamtliche etwa vier Stunden Zeit alle 2 Wochen mitbringen können.“
Weitere Informationen zu Lacrima gibt es im Internet unter www.lacrima-mittelfranken.de oder unter der Rufnummer 0172/7828272 direkt bei Ursula Gubo.
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