E-Werk: Frauen geben den Ton an

Den Anfang macht am 29. Januar Cold Specks aus Kanada. Foto: oh

ERLANGEN (web) - Das Kulturzentrum E-Werk setzt wieder auf starke, musikalische Frauen: Sieben Konzerte stehen in der Reihe „female“ in den Monaten Januar bis März auf dem Programm.


Dabei bewegen sich die jeweiligen Protagonistinnen musikalisch in unterschiedlichsten Genres abseits des Mainstreams. Omnipräsente Pop- oder Schlager-Sirenen sucht man vergebens im breit gefächerten, spannenden Programm. Die Shows von Cold Specks (29. Januar) aus Kanada sind beispielsweise immer ein wenig wie Gottesdienste, wie Gospelchöre, aber fernab von jeder bekannten Religion. Die fantastische Sängerin mit der dunklen Stimme könnte allerdings als Göttin des Pessimismus durchgehen, als Prophetin, die das soziale Miteinander verdammt und jegliche Interaktion zwischen Menschen mit skeptischem Blick seziert – wenn ihre Musik nur nicht jedem so ein gemeinschaftliches Gefühl gäbe, wenn ihre Stimme nicht an den Nervenbahnen zupfte, was für viel Gänsehaut sorgt.

Intime Ich-Geschichten verpackt dagegen Mine (6. Februar) in elektronische Songs, die mit HipHop-Anleihen ebenso kokettieren wie mit Folk und Jazz. Dazu gibt‘s starke Klaviermelodien, epische Chorgesänge oder Minimal-Gitarre. Die nigerianisch-französische Sängerin und Musikerin Asa (19. Februar) bewegt sich in ihren kraftvoll-berührenden Songs mal gefühlvoll, mal cool, aber immer mit viel Hingabe und Energie im Kosmos zwischen Soul, Funk, R‘n‘B und Folk. Im HipHop verwurzelt ist hingegen die US-Sängerin Akua Naru (26. Februar) – dabei werden ihre sozialkritischen und lyrischen Texte von einer herausragenden Musikalität getragen, sie präsentiert HipHop auch als Erbe der Soulmusik. Als neue Stimme des Jazz wird die junge Britin Julia Biel (3. März), die Billie Holiday und Nina Simone zu ihren Vorbildern zählt, in der Fachpresse gehandelt. Auch zahlreiche Musikgrößen aus Folk, Pop und Jazz zählen zu den Fans der hochtalentierten Sängerin und Multiinstrumentalistin.

Mit Gudrid Hansdottir (13. März) und NNeka (24. März) geht die „female“-Reihe dann zu Ende. Aus Pop, Folk und elektronischer Musik formt Hansdottir ihre fesselnden und vielschichtigen Songs, die von einer mitreißenden Stimme getragen werden. Ausgestattet mit einer lupenreinen Soulstimme verbindet die in Nigeria geborene und politisch stark engagierte Sängerin Nneka HipHop-Beats, Jazz und Reggae-Grooves mit afrikanischer (Pop-) Musik.

Alle Konzerte beginnen um 20.00 Uhr.

www.e-werk.de
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