"Klassik am See" als Gesamtkunstwerk: 3.500 Gäste kommen zur Verdi-Oper Rigoletto

Dirigentin Lujbka Biagioni und ihre Musiker begeisterten bei Klassik am See. Fotos: bayernpress (Foto: bayernpress)

ERLANGEN (bp) - Opernabend bei Klassik am See: „Rigoletto“ von Verdi zog 3.500 Gäste bei Sonnenschein zum ursprünglich wetterbedingten Ersatztermin an den Dechsendorfer Weiher.

Die Veranstalter von „Klassikkultur e.V.“ unterstrichen ein weiteres Mal die Einzigartigkeit der Gesamtkonzeption von „Klassik am See“ mit hochkarätiger Musik unter dem Dirigat von Ljubka Biagioni auf der großen Lichtung zwischen See und Wald – erst recht, wenn auch das Wetter mitspielt. Nach dem Ausfall von „Jazz am See“ auf Grund starker Unwetter sowie der Verschiebung von „Klassik am See“ auf den Ersatztermin lief letztlich alles rund – und Dr. German Hacker, Schirmherr und Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach, konnte „Klassik am See“ eröffnen. Kritiker sprechen bereits von einem „geschlossenen Gesamtkunstwerk“, welches sich den Gästen vor herrlicher Kulisse auftat. Und auch die Veranstalter, wie immer mit dem richtigen Gespür für Ästhetik und Details taten das ihre, um den Abend gekonnt zu vollenden und ihn zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden zu lassen.

Perfekte Bedingungen also auch für die „Sofia Symphonics“, die für das musikalische Programm und eine perfekte Leistung verantwortlich zeichneten. Mit einem eingespielten, internationalen Solisten- Ensemble, darunter auch die Titelhelden des vergangenen Jahres, wurden die Gäste von „Klassik am See“ bereits zum zweiten Mal in die wunderbare Musikwelt von Giuseppe Verdi entführt – heuer war es der verzweifelte Hofnarr Rigoletto, der im Netz der Intrigen bei Hofe seine eigene Tochter in den Tod führt – gesungen vom begnadeten und erfahrenen Bariton Anton Keremidtchiev. Zusammen mit Marta Torbidoni (Gilda), die sich als ausgezeichnete und ebenbürdige Gesangspartnerin erwies, und dem jungen Bulgaren Mihail Mihaylov in der Rolle des Herzogs, der als verantwortungsloser Frauenverführer seinen feinfühligen, hohen Tenor nicht nur bei „la donna e mobile“ hervorstellte, waren die Hauptrollen wieder stark besetzt, sodass Musik und Gesang eine harmonische Einheit bildeten. Die beiden Chöre – „Philharmonischer Chor Herzogenaurach“ und „Philharmonischer Chor Nürnberg“ – woben sich einfühlsam in das Gesamtgeschehen auf und vor der Bühne ein. Ljubka Biagioni hielt als Dirigentin erneut nicht nur Musiker, sondern auch Sänger und Chor als Akteure im großen Bühnenraum gekonnt zusammen und erhob ihre eigene Rolle zu einer ganz eigenen in der halbszenischen Aufführung der Oper, die mit wenig Staffage zurecht kam. Unterm Strich bleibt ein harmonischer Abend für Musik- und Naturfreunde, der mit dem beliebten Feuerwerk über dem See reichlich beseelte Gäste in die Nacht entließ. Für das kommende Jahr kündigten der Veranstalter bereits einen „italienischen Sommerabend“ als sinfonisches Konzert unter dem erneuten Dirigat von Ljubka Biagioni an.

www.klassik-am-see.com
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