Poetenfest: Tiefsinnigkeit bleibt im Trend

ERLANGEN (pm) - Mit einem Porträt des österreichischen Romanciers und Essayisten Robert Menasse im ausverkauften Erlanger Markgrafentheater ging jüngst das 35. Erlanger Poetenfest gleichermaßen unterhaltsam wie politisch zu Ende.


Die Abschlussveranstaltung stand stellvertretend für das Programm der diesjährigen Poetenfest-Ausgabe, die in einer engen Verbindung von Literatur und Politik deutlich über 12.000 Besucherinnen und Besucher nach Erlangen lockte.

Besondere Anziehungskraft ging – trotz Temperaturen von 34 Grad im Schatten – auch in diesem Jahr von den langen Lesenachmittagen im Erlanger Schlossgarten aus. Ein leidenschaftlicher Beitrag des Regisseurs und Autors Oskar Roehler, ein berührender Auftritt der 3sat-Preisträgerin des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs Dana Grigorcea und ein rekordverdächtiger Ansturm auf die Lesung der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer gehörten dabei zu den Höhepunkten.

Begonnen hatte das viertägige Festival mit der „Bayern 2-Nacht der Poesie“, die – wie auch das Büchermagazin „Diwan“ von Bayern 2 – live vom Erlanger Poetenfest übertragen wurde. Außergewöhnlich viele Besucherinnen und Besucher verzeichnete die achtstündige, 12. Erlanger Übersetzerwerkstatt, die von der Verleihung des „Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung“ an die Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf gekrönt wurde. Im Gespräch mit der amerikanischen Literaturwissenschaftlerin Susan Bernofsky sowie der Laudatorin und Trägerin des Preises von 2013, Yoko Tawada, sprach sie über Mehrsprachigkeit, „Falsche Freunde“, das künstlerische Potential des Fehlerhaften sowie über das Ausloten von Sprachübergängen. Musik, eine Filmreihe und Ausstellungen rundeten das Programm ab.

Das 36. Erlanger Poetenfest wird vom 25. bis 28. August 2016 stattfinden.

www.poetenfest-erlangen.de
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