Lebenshilfe Fürth baut neue Werkstätten und eine moderne Großküche

Der Geschäftsführer der Dambacher Lebenshilfe-Werkstätten, Rolf Bidner (re.) erläutert seinen Vorstandsmitgliedern anhand eines Bauplanes die einzelnen Abschnitte des Neubaus. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) Knapp sieben Monate nach dem ersten Spatenstich feierte die Lebenshilfe Fürth jetzt Richtfest für einen 6,6 Millionen Euro teuren Werkstätten-Neubau samt Großversorgungsküche im Gewerbegebiet Hardhöhe-West, unweit der neuen Norma-Zentrale.

Im Frühjahr 2018 soll der Bau auf dem rund 7.500 Quadratmeter großen Grundstück fertig sein. Dabei entstehen auf einer Nutzfläche von 2.500 Quadratmeter neue Arbeits-, Schulungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für rund 100 Menschen mit Behinderung, die in sechs Dienstleistungs- und Montagegruppen aufgeteilt sind.
Ursprünglich war die Fertigstellung schon für Ende 2017 geplant, doch der harte Winter und auch Probleme mit der Tragfähigkeit des Bodens sorgten für die Verzögerung. Zudem war der Boden auch leicht mit Quecksilber kontaminiert. Rund 5000 Tonnen Erdreich mussten erst abgetragen und wieder aufgeschüttet werden, erklärten die Fürther Architekten Wolfram und Volker Heid.
Dennoch freut man sich bei der Lebenshilfe auf die neuen Werkstätten. Der Bau wurde notwendig, da der Mietvertrag für die bisherige Zweigstelle der Dambacher Werkstätten in der Kurgartenstraße im März kommenden Jahres ausläuft. Dabei habe es sich als „Glücksfall“ erweisen, dass die Lebenshilfe das Grundstück auf der Hardhöhe schon vor fünf Jahren erworben hat, so der Lebenshilfe-Vorsitzende Thomas Jung. Mittlerweile gibt es dort keine freien Flächen mehr.
Neben den Werkstätten entsteht auch eine neue, hochmoderne Versorgungsküche, in der zukünftig mehr als 1.100 Essen zubereitet werden sollen. Damit erweitert die Lebenshilfe ihre bisherige Küchenkapazität fast ums doppelte. Was auch Sinn macht, denn künftig sollen nicht nur Lebenshilfebetriebe und - einrichtungen beliefert werden. Im Bereich Catering und Gastronomie wolle man auch extern seine Dienstleistung anbieten, etwa für Firmen oder andere Institutionen und Einrichtungen, erklärte der Geschäftsführer der Dambacher Werkstätten, Rolf Bidner. Entsprechende Anfragen seien schon eingegangen. Bislang kommen die Speisen aus der im Stammwerk in der Aldringerstraße untergebrachten Küche, die jedoch längst ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat.
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