Der Landkreis Fürth auf dem Weg zur Bildungsregion

Der Landkreis Fürth hat die jungen Menschen im Blick und will die Bildungsstrukturen weiter optimieren. (Foto: Fotolia)

FÜRTH-LAND- Der Landkreis Fürth will “Bildungsregion in Bayern” werden. Dadurch soll die Zukunft junger Menschen in der Region mit einem passgenauen Bildungsangebot gesichert werden.

In der Aula des Gymnasiums Stein wurde das Projekt vor rund 140 Interessierten - darunter auch Vertreter der Schulaufsicht, Kreisräte, Bürgermeister, Schulleiter sowie Eltern- und Schülervertretungen und Vertreter des Kreisjugendringes - vorgestellt. Wie Stefan Graf vom Bayerischen Kultusministerium erläuterte, werden Bildungsregionen im Dialog mit den Verantwortlichen vor Ort geschaffen. In einer Bildungsregion arbeiten Schulen und außerschulische Organisationen zusammen, um die Bildungsqualität in ihrer Region zu verbessern. Ziel sei es, Schulen und andere Institutionen noch besser zu vernetzen, um so letztlich auch die Betreuung der Kinder und Jugendlichen im Landkreis kontinuierlich zu steigern. Kein Kind dürfe durchs Netz fallen, aber dennoch seinen eigenen, individuellen Weg gehen.
Um die Strukturen im Bildungsbereich des Landkreises weiter zu optimieren und das Netz noch engmaschiger zu gestalten, wurden auch gleich vier Arbeitskreise gegründet.
Der erste Arbeitskreis beschäftigt sich mit Kooperationen. Hierbei geht es vor allem darum, die Übergänge von den einzelnen Schularten durch einen intensiven Dialog aller Beteiligter weiter zu optimieren. Der zweite Arbeitskreis trägt die Überschrift “Lebenslagen”. Hier stehen junge Menschen mit Migrationshintergrund, Behinderungen, besonderem Förderbedarf, in Krisen sowie sozial benachteiligte junge Menschen im Blickpunkt. Der dritte Arbeitskreis will junge Menschen für die Bürgergesellschaft gewinnen. Der vierte Arbeitskreis beschäftigt sich mit dem Älterwerden der Gesellschaft. Weil es immer weniger junge Menschen gibt, ist es eine Herausforderung, die bestehenden Schulen zu erhalten. Dieser Arbeitskreis wird sich deswegen mit der Sicherung von wohnortnahen Schulen und Ausbildungsstätten beschäftigen.
Mitte 2015 sollen die Ergebnisse der Arbeitskreise bei einem zweiten Dialogforum präsentiert werden. Erst dann soll der Beschluss gefasst werden, ob der Landkreis den Antrag auf Verleihung des Qualitätssiegels "Bildungsregion in Bayern" stellen soll. Landrat Matthias Dießl rief alle Interessierte zur Mitarbeit auf. Er gab das Motto aus: "In der Region, aus der Region, für die Region".
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