Hanskarl Treiber in Kasachstan und Kirgistan

Viertausender in Kasachstan (Foto: Treiber)
 
Vor dem Katharinensaal
Nürnberg: Katharinensaal | Nürnberg (li) Hanskarl Treiber hat mit seiner Frau Christine im Katharinensaal einen beeindruckenden Vortrag für die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg e.V. mit gelungenen Aufnahmen und Video-Clips über die gemeinsamen Reise durch Kasachstan gehalten. Frau Treiber spricht Russisch und hat als Lehrerin für Deutsch und Englisch in Kasachstan gearbeitet - auf diese Weise war der Kontakt zur Bevölkerung leicht möglich. Außerdem kennt das Ehepaar seit vielen Jahren einen Berufsfotografen und Besitzer eines einfachen Hotels, der sie bei der Reisetätigkeit unterstützt. Spannend hat Treiber von der unberührten Natur mit den Vier- und Fünftausendern, den Seen, den Pferden, den wunderbaren Blumen (Stammland der Tulpen), der blühenden Wüste, der Lebensfreude der Menschen und der Regierung des Landes, das größer als Europa ist, erzählt.

"Tulpen, die kommen doch aus Holland. Heute. Ursprünglich stammen
sie aus Zentralasien, aus Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan.
Dort wächst etwa die berühmte Tulipa Kaufmanniana an steinigen Felshängen nahe
der Schneegrenze.

Kasachstan ist riesig, fast achtmal so groß wie die
Bundesrepublik und enorm vielgestaltig.

Der Süden bietet zauberhafte Natur,
Berge um die 5000 m und in den wenigen Naturreservaten auch wieder Murmeltiere
und Saiga-Antilopen. Die leider noch wenigen Fortschritte sind zum großen Teil
dem NABU zu verdanken. Die Laubfärbung im Herbst ist unübertroffen. Dazu alte
Städte wie Alamti oder Turkestan, sie erinnern an die uralte Seidenstraße.


Einzigartig die Retortenstadt Astana, ein Denkmal für den großen Führer
Nazarbajev". Der Norden, das ist schon fast Sibirien, Steppe, Tundra.
Im Westen
das Kaspische Meer und der leider versteppte Aralsee. Im Osten gibt es wieder
Hochgebirge.

Ein Land, das eine Reise wert ist."


Hans-Karl Treiber war im Brotberuf Professor für Elektrotechnik und nützt nun seinen Ruhestand für die Reisen. Er hat sich auch einen anderen Traum erfüllt und ist mit Freunden und einem Guide, den die Regierung stellte, durch Kirgistan gereist.

Er hat auch von dort wunderschöne Aufnahmen von Land, Kultur, Menschen und den bis zu 8.000 Meter hohen Bergen mitgebracht. Er möchte die Sehnsucht nach diesem Land wecken und den Tourismus beleben, damit die Menschen dort ein Auskommen finden können. Leider wird der karge Lebensunterhalt der Familien hauptsächlich von den Frauen bestritten. Die Männer verfallen oft dem Alkohol, weil sie keine Arbeit finden. So stehen noch viele Lenin-Statuen im Land, weil es den Menschen trotz Unterdrückung durch die Russen wirtschaftlich besser ging.

Mit Rucksack und Zelt stieg die Truppe zum Basislager des höchsten Berges Piz Popena (zu Deutsch: Freiheitsberg) auf 7.500 Meter auf. Vor dem Zeltaufbau mussten zunächst Steine flach geschichtet werden um einen Untergrund zu haben; zu zweit übernachtete man in den kleinen Zelten. „Wo die Schweiz aufhört, fangen die Berge Kirgistans erst an“ schwärmt Hannes Treiber. Was hat den Professor der Technischen Hochschule in dieses Land – die Heimat der Kirgiesen (so heißt der Name übersetzt) gezogen? Die unberührte Natur und der Wunsch, Schneeleoparden zu sehen. Der berühmte Roman von Aitmatov hat ihn nach Kirgistan gelockt. Es sollen noch 20 bis 30 Tiere in freier Wildbahn leben – allerdings hat die Gruppe keine gesehen. Und sie konnten sich nicht überwinden, die Pflegestation für kranke Tiere, die ein Deutscher leitet, zu besuchen. Zu groß wäre der Schmerz über das Leid der Tiere gewesen.

Hans-Karl Treiber bietet sich gerne als Ratgeber für Touren an oder würde auch seine Power-Point-Präsentation für größere Gruppen vorführen. Für diesen Beitrag hat er seine Aufnahmen zur Verfügung gestellt. Er hält seine Vorträge öfter im Naturkundehaus im Tiergarten, demnächst über Kenia. Kontakt über hanskarl.treiber@gmx.de
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