Elmer aus San Carlos: Für den Sport um die halbe Welt

Elmer Teran liebt den Sport und Erlangen – und leistet hier einen guten Job. Foto: Uwe Müller

ERLANGEN (mue) - Seine Liebe zum Sport ist groß, und dafür ist der 21-jährige Elmer Teran aus San Carlos (Nicaragua) um die halbe Welt gereist. Alles, um in Erlangen ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) abzuleisten.

Nach der offiziellen Bewerbung, die vor Ort in Nicaragua erfolgte, wurde es im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und San Carlos möglich, dass er im Projekt „Integration durch Sport“ beim Bayerischen Landes-Sportverband e.V. eingesetzt werden konnte. Mark Sauerborn, Bildungsreferent beim Verband, ist begeistert: „Der Elmer macht bei uns einen sehr guten Job!“

Arbeit mit Menschen bleibt das Ziel

Und dieser Job ist umfangreich: Als Übungsleiter versteht es Elmer mittlerweile seit zehn Monaten, Kinder und Jugendliche an Schulen und beim TV 1848 Erlangen spielerisch für den Sport zu begeistern. So organisiert er etwa Ferienfreizeiten, in denen Fußball gespielt, geklettert, geschwommen oder gewandert wird, oder er vermittelt seine eigenen Erfahrungen im Rahmen von thematischen Workshops. Aber auch Büroarbeit fällt im Rahmen der 38,5 Wochenstunden zur Genüge an – langweilig wird es also nicht. Insgesamt betreut Elmer zirka 150 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 15 Jahren. Ihm selbst gefällt die Arbeit sehr, und er ist dankbar, „... dass es hier so viele freundliche und hilfsbereite Menschen gibt. Das hat mir alles sehr erleichtert“. Wenn er bald wieder nach Nicaragua zurückkehrt, will er dort auf jeden Fall sein Psychologie-Studium abschließen und sich weiterhin – wie schon vor seinem Erlangen-Aufenthalt – nebenbei als ehrenamtlicher Übungsleiter im Fußball engagieren. Am liebsten, so verrät er, würde er nach dem Studium als Sportlehrer arbeiten – möglichst in der neuen Sportschule, die es jetzt in San Carlos gibt. Wichtig, so unterstreicht er, ist ihm die Arbeit mit Menschen.

Durch die Zeit in Erlangen hat Elmer Teran bereits gut Deutsch gelernt – und die Liebe zur Hugenottenstadt will ihn nicht mehr so richtig loslassen. Darum würde er sich freuen, eines Tages im Rahmen des Jugendaustausches nach Erlangen zurückkehren zu können. Vorher hat jedoch bereits seine hiesige Gastfamilie ihren Besuch in Nicaragua angekündigt, und zwar schon für das kommende Jahr.
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