Expedition ins Unbekannte – Ausstellung im Botanischen Garten

Martius am Vogelteich in der Nähe des Rio Sao Francisco. Grundlage der Grafik: Lithographie aus „Reise in Brasilien“ (1823–1831)

ERLANGEN (pm/mue) - Unter dem Titel „Expedition ins Unbekannte: 200 Jahre Brasilienreise des Erlanger Naturforschers Martius“ wird noch bis zum 10. September eine Ausstellung in der Winterhalle des Botanischen Gartens Erlangen (Loschgestr. 1) gezeigt.


Carl Friedrich Philipp von Martius brach vor 200 Jahren zu seiner abenteuerlichen Forschungsreise nach Brasilien auf; 1817 verabschiedete sich der in Erlangen geborene Botaniker zusammen mit Johann Baptist Ritter von Spix zu der fast vierjährigen Expedition nach Südamerika. Dort erforschte er die verschiedenen Vegetationszonen, wofür er unter schwierigsten Bedingungen über 10.000 Kilometer zurücklegte. Die Ausstellung widmet sich dem umfangreichen Vermächtnis des berühmten Botanikers und lädt dazu ein, den damaligen Forscheralltag näher kennenzulernen.

Begeistert von der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt Brasiliens waren Martius und Spix täglich mit der Frage konfrontiert, wie ihre Entdeckungen am besten dokumentiert, archiviert, transportiert und gesichert werden konnten. Auf ihren Spuren können Besucher der Ausstellung den Nachbau eines Urwaldlaboratoriums besichtigen und anschließend selbst zum Forscher werden: Unter dem Binokular werden die Saugschuppen von Aufsitzerpflanzen erkennbar, in den Fühlboxen ertastet man die interessanten Formen tropischer Samen und anhand alter botanischer Zeichnungen erkennt man, wie schwierig das wissenschaftlich genaue Darstellen von Pflanzen sein kann.

Alle Infos zur Ausstellung online unter:

www.botanischer-garten.fau.de
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