Kleine Strukturen – große Wirkung

Die Oberflächenstruktur des Schwimmfarns lässt das Wasser abperlen. Foto: Peter Höbel

ERLANGEN (pm/mue) - Unter dem Motto „Kleine Strukturen – große Wirkung“ steht vom 6. April bis 28. August eine Poster-Ausstellung im Eingang zu den Gewächshäusern des Botanischen Gartens Erlangen auf dem Programm.


Die Pflanzenwelt beeindruckt seit jeher durch ihre unglaubliche Vielfalt – in Bezug auf Wuchsform, Blätter und Blüten wird diese Biodiversität einfach wahrgenommen und fasziniert viele Besucher des Botanischen Gartens der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Dass die Oberflächenstrukturen dieser Pflanzen ebenso mannigfaltig und facettenreich sind, kann im Gegensatz dazu oft nur schwer wahrgenommen werden; die Poster-Ausstellung des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) der FAU zeigt die Vielfalt des Allerkleinsten. Mikroskopische Aufnahmen verschiedener Pflanzen- und Tieroberflächen ermöglichen nicht nur ein besseres Verständnis vieler beeindruckender Phänomene, sondern schaffen auch eine neue Aufmerksamkeit für die faszinierende Welt des Mikrokosmos‘.

Was haben jedoch die Oberflächenstrukturen in der Natur und die Entwicklung von modernen Hochleistungsmaterialien gemeinsam? Die Antwort: einen hierarchischen (geordneten) Strukturaufbau. Sieht man sich Materialien in immer größerer Auflösung an, zeigen sich dabei immer neue Unterstrukturen. Die faszinierenden Eigenschaften von Muschelschalen, Schmetterlingsflügeln oder Pflanzen werden durch die Struktur- und Funktionszusammenhänge der Mikro- und Nanostruktur gesteuert. Von diesem Strukturaufbau in der Natur lassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Erlanger Exzellenzcluster EAM inspirieren – in diesem interdisziplinären Forschungsverbund werden kleinste Nanoteilchen mit maßgeschneiderten Eigenschaften Stück für Stück bis zu neuen Strukturen und innovativen Bauteilen zusammengefügt. Dabei entstehen ganz neue Materialeigenschaften, sodass Handys oder Computer schneller, Elektronikbauteile kleiner und leistungsfähiger werden, Solarzellen flexibel und günstig in der Produktion sind, Autos leichter werden oder regenerativ erzeugte Energie effizient gespeichert werden kann.

Die Ausstellung kann im genannten Zeitraum dienstags bis sonntags jeweils von 9.30 bis 15.30 Uhr besichtigt werden.
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