Erlanger Haushaltsentwurf für 2018 eingebracht

Die Haushaltsberatungen stehen in den nächsten Wochen an, im Januar soll dann der Geldtopf für 2018 offiziell gedeckelt werden. Foto: © K.-U. Häßler/Fotolia.com

ERLANGEN (pm/mue) - Die Haushaltsberatungen des Erlanger Stadtrats haben begonnen – in der ersten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses nach der Sommerpause hat Finanzreferent Konrad Beugel den Haushaltsentwurf für 2018 eingebracht.

Im Haushalt sind Investitionen von 49 Mio. Euro in Kinderbetreuung, Schulen, Kultur und städtische Infrastruktur vorgesehen. „Wir investieren in bislang ungekannter Höhe in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, sagte Beugel. Trotz der Investitionen in Rekordhöhe kommt der Haushaltsentwurf ohne Neuverschuldung aus; die positive Entwicklung ergibt sich aus höheren Zuweisungen von Bund und Freistaat sowie aus gestiegenen Steuereinnahmen. Schlüsselzuweisungen des Freistaates werden in Höhe von 20 Mio. Euro erwartet, die Anteile an der Umsatzsteuer werden voraussichtlich auf 21 Mio. Euro steigen. Einnahmen aus der Einkommensteuer setzt der Entwurf mit knapp 93 Mio. an, die Gewerbesteuereinnahmen werden mit 82 Mio. Euro veranschlagt.


Im Haushaltsentwurf 2018 sind eine Reihe wichtiger Investitionen vorgesehen. Die Generalsanierung des Frankenhofs wird beispielsweise mit rund 7 Mio. Euro veranschlagt, für die Sanierung der Heinrich-Lades-Halle sind über 5 Mio. Euro vorgesehen. Weitere große Investitionsbereiche sind Schulsanierungen sowie Verkehr (Straßen, Brücken, Radverkehr). So werden die Sanierungen an Ohm-, Albert-Schweitzer- und Marie-Therese-Gymnasium fortgesetzt, für die Sanierung des Werkstättentrakts der Berufsschule, die 2019 beginnen soll, sind 2 Mio. Euro veranschlagt. Der Entwurf enthält ferner Planungsmittel für die Stadt-Umland-Bahn und Mittel für die Sanierung des Büchenbacher Damms. „Eine neue Herausforderung für den Haushalt ist der gestiegene Bedarf im Bereich Kinderbetreuung“, erläuterte Beugel. Auch diese Herausforderung nehme die Stadt an. So ist geplant, rund 4,5 Mio. Euro in die Sanierung und den Neubau von Kindertageseinrichtungen zu investieren. Für die kommenden Jahre sei eine weitere Erhöhung der Summe vorgesehen, und auch das hohe Gesamtinvestitionsvolumen soll gehalten werden: Der mittelfristige Finanzplan sieht in den Jahren bis 2020 zwischen 50 und 58 Mio. Euro Investitionsausgaben vor.

Die Rede des Kämmerers wird von den Stadträten traditionell nicht diskutiert. Die Haushaltsberatungen der Fraktionen und Ausschüsse folgen in den kommenden Wochen, die endgültige Beschlussfassung ist dann in der Stadtratssitzung am 18. Januar 2018 geplant.

www.erlangen.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.