Expertenaustausch beim Symposium

Dr. Peter Landendörfer, Dr. Magdalena Wübken, Dr. Bernadett Hilbert , Prof. Dr. Antonius Schneider, Staatsministerin Melanie Huml, PD Dr. Alfons Hollederer, Dr. Veit Wambach, Prof. Dr. Thomas Kühlein und Prof. Dr. Elmar Gräßel (v.l.n.r.). Foto: Uni-Klinikum Erlangen

ERLANGEN (pm/mue) - Versorgungsforschung als Schnittstelle von Praxis, Wissenschaft und Politik war das Thema eines Symposiums, welches das Allgemeinmedizinische Institut des Universitätsklinikums Erlangen jüngst gemeinsam mit dem Verein zur „Förderung der Hausarztmedizin in Bayern“ veranstaltete.


Hinter dem Begriff „Versorgungsforschung“ verbirgt sich eine Vielzahl unterschiedlichster Aspekte der Gesundheits- und Patientenversorgung; Versorgungsforscher befassen sich beispielsweise sowohl mit Fragen zum Nutzen neuer diagnostischer Methoden als auch mit der Betrachtung von ökonomischen Vor- und Nachteilen der Arzneimittelgabe. Zu dem Symposium erschienen Gäste aus ganz Bayern, renommierte Referenten beleuchteten in verschiedenen Vorträgen zunächst unterschiedliche Perspektiven. Nach der Definition des Begriffs „Versorgungsforschung“ durch Prof. Dr. Thomas Kühlein, Direktor der Allgemeinmedizin am Uni-Klinikum Erlangen, beleuchtete Prof. Dr. Elmar Gräßel von der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen die Sicht der Forschung. PD Dr. Alfons Hollederer vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nahm in seinem Vortrag die Position der Politik ein, während der in Nürnberg niedergelassene Hausarzt Dr. Veit Wambach durch die Brille der Versorger selbst blickte. Prof. Dr. Antonius Schneider von der TU München betrachtete die Versorgungsforschung schließlich aus Sicht der Allgemeinmedizin, bevor zwei ausgezeichnete Doktorarbeiten vorgestellt wurden, die sich ebenfalls mit dem Thema befasst hatten.

Promotionspreise verliehen

Die Auszeichnung der beiden Dissertationen mit dem Bayerischen Promotionspreis für Allgemeinmedizin übernahm die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml. Die Preisträgerinnen 2016 sind Dr. Bernadett Hilbert und Dr. Magdalena Wübken von der TU München, deren Dissertationen jeweils mit „magna cum laude“ bewertet wurden. Die bereits zum zweiten Mal verliehenen Preise sind mit insgesamt 2.000 Euro dotiert und werden vom Verein zur „Förderung der Hausarztmedizin in Bayern“ gestiftet. Ziel der Auszeichnung ist die Stimulation der wissenschaftlichen Tätigkeit in der Allgemeinmedizin an allen bayerischen Fakultäten.
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