Modellprojekt: Auzubis führen die „Kinderchirurgische“

ERLANGEN (pm/mue) - Das gab es am Universitätsklinikum Erlangen noch nie: 15 Schülerinnen der Staatlichen Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege führen jetzt eine Woche lang eigenständig die Station der Kinderchirurgischen Abteilung.


Vom Diensteinsatzplan bis zur Pflege der Patienten sind die Schüler in der ersten Aprilwoche allein für alle Aufgaben zuständig, die auf der Zwölf-Betten-Station anfallen. „Selbstverständlich steht im Hintergrund immer eine examinierte Pflegekraft, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können“, sagt Stationsleiterin Christine Herrmann. „Dennoch bietet unser Projekt den künftigen Kolleginnen die Möglichkeit, viele Erfahrungen zu sammeln, die sie auch später im praktischen Examen gut brauchen können.“

Die Idee zum Projekt hatte eine Studentin der Pflegepädagogik – im Rahmen einer Bachelorarbeit skizzierte sie die Rahmenbedingungen, die dann von den Lehrerinnen der Kinderkrankenpflegeschule zusammen mit der Stationsleitung konkret ausgearbeitet wurden. Die Schülerinnen hatten zuvor Gelegenheit, die Stationsarbeit eine Woche lang zu begleiten; nun dürfen sie selbst im Früh-, Spät- und Nachtdienst die Grundpflege übernehmen, das Essen für Patienten bestellen, aber auch die Qualitätsindikatoren in der Klinik-EDV erfassen. „Bei komplexen Arbeiten, zum Beispiel Medikamente vorbereiten oder Patienten aus dem Operationssaal abholen, wird auf jeden Fall eine erfahrene Kollegin die Schülerinnen begleiten“, sagt Pflegedienstleiterin Helga Bieberstein, die das Projekt als „Win-win-Situation“ für beide Seiten sieht.
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