Bewegende Erfindungen in Da Vinci-Gastausstellung

Ausprobieren ausdrücklich erwünscht: Prof. Dr.-Ing. Horst Langer, Kurator der Ausstellung, am Ratschengetriebe nach Leonardo Da Vinci. Foto: Uwe Müller
Nürnberg: Ehemaliges Quelle-Areal |

NÜRNBERG / REGION (mue) - Ergänzend zur Ausstellung „Da Vinci – Das Genie“ im ehemaligen Quelle-Areal in der Fürther Straße 205 in Nürnberg wird aktuell – und ebenfalls bis zum 10. August – die Gastausstellung „Leonardo Da Vinci – Bewegende Erfindungen“ präsentiert.


Hierbei handelt es sich um die Ergebnisse eines Studienprojektes der Fachhochschule Bielefeld – unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Horst Langer hat ein Team von angehenden Ingenieuren bzw. Produktentwicklern insgesamt um die 100 Entwürfe Da Vincis nachgebaut, von denen nun ein Großteil in Nürnberg ausgestellt ist. Und genau wie auch in der parallel laufenden Hauptausstellung lautet hier das Motto: „Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht“ – der Mitmachfaktor steht nach wie vor im Vordergrund.

Die Studenten des Studienganges „Produktentwicklung / Mechatronik“ an der FH Bielefeld lassen mittlerweile schon seit zehn Jahren dreidimensionale Modelle aus Holz und Metall entstehen, die anhand der Skizzen Leonardos ausgearbeitet und konstruiert werden. „Dabei“, so Horst Langer, „geht es darum, Da Vinci zu begreifen.“ Dem erklärtermaßen konstruktiven Charakter des Studienganges kommt dieser Leitsatz absolut entgegen, geht es doch in erster Linie darum, dass man Ideen haben muss. Langer: „Und genau hier ist Leonardo Da Vinci ein geniales Vorbild. Phantasien haben und damit spielen sind nun einmal die besten Grundlagen für das Erfindertum.“ Da Vinci selbst, so betont der Professor weiter, muss dabei als eine Art Naturgenie gesehen werden, können doch viele seiner Entwürfe nur „aus dem Bauch“ gekommen sein. „Bei seinen Skizzen findet man hier und da maximal eine Randbemerkung, jedoch keinerlei Maße oder dergleichen. Und trotzdem funktioniert alles, was wir bisher anhand dieser Vorlagen nachgebaut haben – das ist schon sehr beeindruckend!“

Die in Nürnberg ausgestellten und mit viel Liebe zum Detail konstruierten Modelle zeigen also anschaulich, wie die von Leonardo entworfenen Maschinen funktionieren. Alles in allem handelt es sich um die erste und einzige Ausstellung mit Modellen nach Skizzen von Leonardo, die an einer technischen Hochschule entwickelt und gefertigt wurden. Geöffnet ist die Schau von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Tickets und weitere Informationen gibt es direkt vor Ort, unter Telefon 0911 / 99479994 sowie im Internet:

www.davinci-nuernberg.de
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