Jugendliche suchen Ausbildungsplätze

 
Der MarktSpiegel?-Expertentelefon zum Thema Lehrstellen - die Telefone standen nicht still. Foto: J.R. Braun

Aufgrund des überwältigenden Echos wiederholt der MarktSpiegel seine Fragestunde

Eine Stunde lang Anrufe nonstop: Viele Jugendliche und deren Eltern haben am vergangenen Freitag die Möglichkeit genutzt, bei der Telefonaktion von MarktSpiegel und der Agentur für Arbeit Nürnberg Chancen auf einen Ausbildungsplatz noch in diesem Jahr auszuloten. Auch potentielle Ausbilder haben sich auf den MarktSpiegel- Aufruf gemeldet.


Antje Thiel (l.) und Irmgard Jandorf am MarktSpiegel-Expertentelefon.
Foto: J.R. Braun


Konkrete Vermittlungen konnten Antje Thiel vom Arbeitgeberservice und Berufsberaterin Irmgard Jandorf in der Kürze der Zeit nicht geben, weil man dafür in jedem Einzelfall Stellenanforderungen und Berufseignung in Einklang bringen muss, was nur im Rahmen einer individuellen Beratung möglich ist. Dafür erhielten aber alle Anrufer die Zusage, dass ihre Gesuche an den jeweils für sie zuständigen Berufsberater weitergegeben werden.

Viele Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, nutzen zudem noch nicht alle Angebote der Arbeitsagentur. Antje Thiel und Irmgard Jandorf raten als ersten Schritt, wenn die persönliche Initiative nach einem Ausbildungsplatz zu keinem Erfolg geführt hat, sich bei der Arbeitsagentur telefonisch unter Hotline 01801 555 111 oder persönlich im BIZ (Berufsinformationszentrum) zu melden. Nach einem Beratungsgespräch, dem weitere folgen können, erhält der Jugendliche Angebote von Arbeitgebern ausgehändigt.

Grundätzlich empfehlen Antje Thiel und Irmgard Jandorf, auch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen oder Praktika in Anspruch zu nehmen. Auch eine berufliche Tätigkeit ohne Ausbildung sei für die Übergangszeit besser, als sich hängen zu lassen . Dennoch sollte die Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht auf die lange Bank geschoben werden. Bis maximal 20 Jahre sei die Zeit des idealen Einstiegs. Jugendliche, die älter als 25 Jahre sind, werden durch das Arbeitsamt in der Regel nicht mehr vermittelt.

Dass viele Jugendliche gerne arbeiten möchten, hat die Markt- Spiegel-Aktion gezeigt. Trotz qualifiziertem Hauptschulabschluss, großer Flexibilität bei der Wahl des Ausbildungsberufes und des - ortes bemühen sich nicht wenige bereits seit über einem Jahr und mehr erfolglos um eine Stelle und fragen sich, was mache ich bloß falsch? Auch hier können die Berufsberater helfen. Bei Problemen während der Ausbildung können Azubis kostenlosen Nachhilfeunterricht in Anspruch nehmen beim Internationalen Bund. Die Berufsberater oder Berufsschullehrer leiten das in die Wege. 

Weil unsere beiden Telefonleitungen ununterbrochen belegt waren und viele Anruferinnen und Anrufer nicht durchgekommen sind, wird die Aktion am kommenden Freitag wiederholt.  Irmgard Jandorf ist am Freitag, 17. Oktober, ab 13 Uhr unter der Experten Telefonnummer 0911 / 399 08 15 zu erreichen.

Antje Thiel vom Arbeitgeberservice arbeitet seit acht Jahren für die Berufsberatung. Zu ihrem Aufgabenfeld gehört die Betreuung und Beratung von Arbeitgebern rund um das Thema der Ausbildungsstellenvermittlung. Sie hilft bei der Bewerberauswahl, der Stellenbesetzung und bei Förderanfragen. Arbeitgeber, die noch (oder wieder) Ausbildungsplätze frei haben, beziehungsweise sich jetzt erst entschlossen haben, auszubilden, können sich an Antje Thiel wenden. Auch bei Problemen in der Ausbildung, über den neuen Ausbildungsbonus oder Nachhilfe, die gefördert wird, gibt die Fachfrau Auskünfte für Ausbilder. Antje Thiel ist am Freitag, 17. Oktober, ab 13 Uhr unter der Experten Telefonnummer 0911 / 399 08 31 zu erreichen.
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