„Katwarn“: Warn- und Informationssystem für Nürnberg

Im Gefahrenfall sendet KATWARN wichtige Informationen an die Menschen im Umkreis der Gefahr. (Foto: oh/matthias Heyde/Fraunhofer FOKUS)

NÜRNBERG (pm/nf) - Das Warn- und Informationssystem „Katwarn“ benachrichtigt Bürgerinnen und Bürger auf ihrem Mobiltelefon per SMS, Katwarn-App oder E-Mail, wenn es im Stadtgebiet zu einem großen Unglück gekommen ist. Das System ergänzt die Warnung der Bürgerinnen und Bürger mit Sirenen. Seit dem Rückbau der Sireneninfrastruktur in den 1990er Jahren fehlt in Deutschland ein flächendeckendes Warnsystem. Die Warnung der Bevölkerung bei drohenden Gefahren ist aber eine elementare Säule in der Katastrophenabwehr der Stadt Nürnberg. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly hat das kommunale Warn- und Informationssystem „Katwarn“ am 24. Juni 2013 gestartet. Das Warnsystem wurde auch beim landesweiten Sirenenprobealarm am 9. April 2014 zur Probe ausgelöst.

6.600 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits bei diesem kostenlosen Dienst in Nürnberg angemeldet, um zum Beispiel bei einem Großbrand, Stromausfall, Bombenfund oder Pandemieausbruch so schnell wie möglich direkt und zielgenau nach Postleitzahlbezirk informiert und gewarnt zu werden. Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die sich bei „Katwarn“ angemeldet haben, wächst stetig. Die Warnung löst die Integrierte Leitstelle Nürnberg zentral und zeitnah aus. Die Information kommt per Smartphone-App, SMS oder E-Mail direkt an die registrierten Bürgerinnen und Bürger. Die Feuerwehr Nürnberg bittet, diesen kostenlosen Service zu nutzen und sich unter http://www.nuernberg.de/internet/feuerwehr/katwarn... zu informieren.

Bei „Kartwarn“ kann man sich bei auf verschiedenen Wegen anmelden. Die „Katwarn“-App gibt es kostenlos für iPhones und Android-Smartphones. Sie ist kompatibel mit dem iPhone (ab iOS 5) sowie mit allen gängigen Android-Smartphones (ab Version 2.3.3). Innerhalb der mit „Katwarn“ versorgten Landkreise und kreisfreien Städte bietet die „Katwarn“-App ortsbasierte Warnungen und Verhaltenshinweise zum aktuellen Standort und zusätzlich zu zwei frei wählbaren Postleitzahl-Gebieten. So werden „Katwarn“-Nutzerinnen und -Nutzer auch über Großschadensereignisse an anderen Standorten als dem eigenen Wohnort auf dem Laufenden gehalten, wo sich eventuell Familienmitglieder oder Freunde aufhalten. Diese Auswahl kann zu jeder Zeit aufgehoben, angepasst und bei Bedarf ausgeschaltet werden.

„Katwarn“-Warnungen sind, neben der App, über SMS und optional per E-Mail möglich. Interessierte schicken für ihre SMS-Anmeldung eine SMS an die Service-Nummer 01 63 / 7 55 88 42 und geben „Katwarn 12345“ für das gewünschte Postleitzahlengebiet 12345 ein. Eine Abmeldung ist möglich mit einer SMS „Katwarn aus“ an die genannte Nummer. „Katwarn“ per SMS berücksichtigt nur eine Postleitzahl pro Handy. Für Warnungen per E-Mail senden alle, die sich anmelden wollen eine E-Mail an „Katwarn 12345 hans.mustermann@mail.de“ (für das Postleitzahlengebiet 12345). Außer den üblichen SMS-Gebühren des Mobilfunkanbieters für die einmalige SMS-Anmeldung bei „Katwarn“ – und gegebenenfalls für die Um- beziehungsweise Abmeldung – ist der Warndienst kostenfrei.

Einige wichtige Hinweise zu Katwarn: Es werden nur Postleitzahlen innerhalb der aktiven „Katwarn“-Gebiete berücksichtigt (Übersicht unter www.katwarn.de) Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist optional. Die Informationen von „Katwarn“ ersetzen nicht die Anweisungen von Behörden, Polizei oder Einsatzkräften vor Ort. Ihnen ist unbedingt Folge zu leisten.

Weitere Informationen zu „Katwarn“ im Internet: www.nuernberg.de/internet/feuerwehr/katwarn.html und
www.katwarn.de
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