AvD gegen vorgezogenen Führerschein-Umtausch

Der Umtausch alter Führerscheine in Exemplare im Kreditkartenformat ist längst beschlossene Sache – nur über den richtigen Zeitpunkt gehen die Meinungen auseinander. Foto: © FM2 / Fotolia.com

(ampnet/mue) - Inhaber bisheriger Führerscheine haben nach dem Gesetz bis 2033 Zeit, auf den aktuellen Führerschein im Kreditkartenformat zu wechseln.


Nun wollen die Bundesländer das Verfallsdatum für gültige Alt-Führerscheine verkürzen und den Umtausch so vorziehen, dass er bereits 2024 abgeschlossen ist – der Verkehrsausschuss des Bundesrats hat eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Die geplanten Regelungen zum vorgezogenen Führerscheinumtausch seien notwendig, um die Behörden zu entlasten, heißt es in der Empfehlung. Es gehe um eine Entzerrung, mit der die Behörden die Vielzahl der künftigen Anträge besser bewältigen könnten. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) vermutet allerdings, dass es vorrangig darum geht, neuen Sicherheitserfordernissen zu genügen und alte Führerscheine mit langer Gültigkeitsdauer aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei könnten neue Daten eingefügt werden, die Kontrollen einfacher machen und sogar in einem Zusatzfeld für den Inhaber nachteilige Informationen hinterlegt werden.

Schon heute kann jeder, der möchte, seinen Führerschein gegen das neue Dokument eintauschen – ein Appell an die Freiwilligkeit würde genügen, meint der AvD. Der Club beklagt zudem, dass sich durch die neuen Pläne Inhaber roter und grauer Führerscheine vorzeitig auf eigene Kosten ein neues Exemplar ausstellen lassen müssen. Daher lehnt der AvD den Versuch zu einer Neuregelung der gültigen Bestimmungen für den Führerschein ab, nach der abgestuft nach Geburtsjahrgängen bis 2024 die rund 15 Millionen alten Exemplare ausgewechselt werden sollen.
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