Stiftungsdirektor Karl Freller trifft US-Vizepräsident Mike Pence in Dachau

Karl Freller (r.) im Gespräch mit Mike Pence. Das KZ in Dachau ist eine stetige Mahnung an alle Generationen, Faschismus und Demokratiefeindlichkeit keinen Spielraum zu geben. (Foto: © Manuel Kronschnabel)

DACHAU (pm/vs) - US-Vizepräsident Mike Pence besuchte am vergangenen Sonntag die KZ-Gedenkstätte Dachau. Als Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten führte der Schwabacher Landtagsabgeordnete Karl Freller den Gast aus den USA über das ehemalige Lagergelände. Pence zeigte sich betroffen und bewegt über die Gräuel der Nazis im nach Auschwitz wohl weltweit bekanntesten früheren KZ.

Zweieinhalb Stunden nahm sich der Vize für den Besuch Zeit. Ausreichend Gelegenheit für Stiftungsdirektor Freller, mit Pence näher ins Gespräch zu kommen und den zweitwichtigsten Mann der US-Regierung persönlich kennen zu lernen: „Ich war wirklich positiv überrascht. Er war sehr freundlich und nahbar, zeigte sich interessiert und aufgeschlossen!“ Beispielsweise ging dem Republikaner das Treffen mit dem Holocaust-Überlebenden Abba Naor sehr nahe, so Freller. Insgesamt habe Pence auf Freller den Eindruck gemacht, dass er mit seinem staatsmännisch-seriösen Auftreten vielleicht ein positives Korrektiv für Präsident Trump sein könne. Und sollte Trump scheitern, würde Pence automatisch zum Präsidenten aufsteigen.
Beim direkten Gespräch mit Pence unterstrich Freller die historische Bedeutung, die von Dachau ausginge: In Deutschland zeige wohl kein anderer Ort besser auf, wie wichtig das couragierte Eintreten der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg gegen Nazi-Deutschland war. Freller verband diesen Dank aber gleichzeitig mit einer Bitte an den Vize: „Helfen Sie als Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika in besonderer Weise mit, dass unsere Welt wieder friedlicher wird! Und nie mehr wieder unschuldige Menschen Hass, Leid und Mord ausgesetzt sind! Wir hoffen auf Sie!“
Neben der Besichtigung der noch bestehenden historischen Lagergebäude legte der US-Vizepräsident gemeinsam mit seiner Familie auch einen Kranz für die NS-Opfer am internationalen Mahnmal nieder. Zum Abschluss nahm er an einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche der Gedenkstätte teil, bevor Freller ihn aus Dachau verabschieden durfte.
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