Retter suchen nach Opfern
Schweres Zugunglück in Spanien
- Auch in der Nacht gingen die Rettungsarbeiten weiter.
- Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
MADRID (dpa/ak) – Nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien mit mindestens 68 Toten dauern die Bergungsarbeiten in der Provinz Toledo an. Rettungskräfte waren auch in der Nacht mit drei Großkränen im Einsatz, um die zerstörten Waggons zu sichern und nach weiteren möglichen Opfern zu suchen. Die Unglücksstelle liegt rund 130 Kilometer südlich von Madrid.
Die Polizei hat das Gebiet weiträumig abgesperrt. Bei Temperaturen um acht Grad konzentrierte sich die Arbeit der Einsatzkräfte zunächst auf die Suche nach Vermissten sowie die Betreuung von Angehörigen. Erst in einem nächsten Schritt soll die Identifizierung der Todesopfer erfolgen, erklärte ein Sprecher des Roten Kreuzes.
Zu dem Unglück war es am Mittwochmorgen in der Nähe der Gemeinde Urda gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein Hochgeschwindigkeitszug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe auf einen stehenden Zug des privaten Unternehmens Iryo auf. Neben den Todesopfern wurden Dutzende Menschen verletzt.
Warum es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist weiterhin ungeklärt. Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente deutete jedoch auf menschliches Versagen hin. Nach seiner Einschätzung könnte eine „unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung in der Bahnleitstelle zu dem Unglück geführt haben. Die Ermittlungen zur genauen Ursache laufen.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.