Erlangen
175 Jahre Burgbergtunnel Erlangen

Colorierter Stahlstich von 1881
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In dem von Süd nach Nord verlaufenden Regnitztal bildet der Erlanger Burgberg durch seine Ost-West-Ausrichtung gleichsam einen Sperrriegel. Die Fernstraße Nürnberg-Bamberg sowie der Ludwig-Donau-Main-Kanal konnten auf der schmalen Talsohle zwischen der Regnitz und dem Westhang des Berges noch vorbeigeführt werden. Als die Bahnstrecke Nürnberg - Bamberg als Teil der Ludwig-Süd-Nord-Bahn gebaut wurde, war für eine Eisenbahntrasse kein Platz mehr.

Deshalb entschied man sich 1842 zum Bau eines Tunnels durch den Burgberg, der bis 1844 dauerte. Außerdem wollte König Ludwig I. von Bayern die Tunnelbaukunst des Königreichs Bayern demonstrieren. Hatten doch kurz zufuhr (1839) die Sachsen einen Tunnel auf der Fernstrecke Leipzig - Dresden erbaut. Der Tunnel durch den Burgberg war damit der erste bayerische Eisenbahn-Tunnel (Länge: 306,65 Meter) und ist heute der älteste noch in Betrieb befindliche Deutschlands.

Die Ludwig-Süd-Nord-Bahn verband nach ihrer Fertigstellung Lindau am Bodensee mit Hof an der Grenze zu Sachsen und hatte eine Gesamtlänge von 566 Kilometern. Die Einweihung fand am 25. August 1844 statt, der erste planmäßige Zug fuhr am 1. September desselben Jahres.

Im Jahr 1936 wurde der Tunnel erweitert, um die elektrische Oberleitung aufzunehmen.

Im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Nürnberg-Ebensfeld wurde bekanntlich eine zweite Röhre neben dem Tunnel von 1844 errichtet. Bei einer maximalen Überdeckung von 38 Metern ist sie ebenfalls 306 Meter lang , um die historische Portalsituation zu erhalten. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch der bestehende Tunnel saniert.

Autor:

Günther Klebes aus Erlangen

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