FAU-Sanierung: Minister Herrmann ist zufrieden

Die Sanierung erfolgt genau nach (Zeit-)Plan – der Minister ist zufrieden. Fotos (2): Uwe Müller

ERLANGEN (mue) - „Studierende sollen beste Bedingungen vorfinden, die Staatsregierung wird weitere Sanierungsarbeiten sowie die zukünftige Entwicklung der Philosophischen Fakultät unterstützen“ – so der Bayerische Innen- und Bauminister Joachim Herrmann anlässlich eines Informationsbesuches über den Fortgang der Sanierungsarbeiten an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität (FAU).


„Nun präsentiert sich mir hier ein ganz anderes Bild als bei meinem Besuch im vergangenen Jahr“, so der Minister. Damals, als urplötzlich bauliche Schäden am FAU-Gebäude in der Kochstraße 4 festgestellt wurden (MarktSpiegel berichtete), sei der Schreck groß gewesen. „Dank des beherzten Hand-in-Hand-Arbeitens vieler Beteiligter konnte jedoch der erste Sanierungsabschnitt für 500.000 Euro schon im Oktober 2013 abgeschlossen werden, sodass bereits zum Wintersemester wieder ein Teilbetrieb möglich war“, hob Joachim Herrmann hervor und bedankte sich für diese „tolle Hau-Ruck-Aktion“. Nun werde mit Hochdruck daran gearbeitet, auch den zweiten Abschnitt – für 1 Million Euro – umzusetzen, damit zum nächsten Sommersemester alles fertig sei.

Chancen nutzen

Der Minister äußerte sich auch zu den langfristigen Entwicklungsperspektiven der Philosophischen Fakultät, die im Zusammenhang mit den Plänen von Siemens zum Bau eines neuen Campus im Süden Erlangens stehen. Der im Zuge der Umsiedlung von Siemens-Mitarbeitern frei werdende Himbeerpalast steht für eine mögliche universitäre Nutzung zur Diskussion; laut Herrmann haben erste vorläufige baufachliche Prüfungen durch das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg ergeben, dass das denkmalgeschützte Gebäude für die Philosophische Fakultät geeignet sei. Hierzu müsse jedoch der Bestand umgebaut, saniert und erweitert werden – insbesondere, um zum Beispiel Hörsäle oder ein Bibliothek unterzubringen. Joachim Herrmann: „Der Freistaat Bayern ist grundsätzlich bereit, den Himbeerpalast für eine mögliche universitäre Nutzung umzugestalten, denn diese Variante wäre deutlich kostengünstiger als ein kompletter Neubau.“ Bevor die Staatliche Bauverwaltung jedoch tiefer gehende Untersuchungen zum Himbeerpalast durchführen könne, müssten zunächst gemeinsame Festsetzungen zum geplanten Siemens-Campus zwischen Siemens und der Stadt Erlangen sowie zwischen Siemens und dem Freistaat Bayern getroffen werden. Derlei Überlegungen erfreuen indes auch FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske: „Mein nachhaltiger Dank geht an alle Beteiligten – vom städtischen Bauamt bis hin zur Landesregierung in München. Aus Krisen-Situationen können manchmal eben auch Chancen erwachsen – und das haben wir genutzt.“
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