Satire zwischen Meinungsfreiheit und Blasphemie

Wie weit darf Satire gehen? Bernd Regenauer ist Gast der Veranstaltung im Bildungszentrum. (Foto: schanzenbach.com)
NÜRNBERG (pm/nf) - Wie weit darf Satire gehen und wer legt die Grenzen fest? Setzen sich Kabarettisten inzwischen selbst Grenzen, aus Angst vor Angriffen? Muss man selbst zu einer Minderheit gehören, um über diese lachen zu dürfen? Am Montag, 21. September 2015, um 19 Uhr setzen sich Dieter Hanitzsch, Karikaturist der „Süddeutschen Zeitung“, und Bernd Regenauer, Kabarettist, mit dem Thema „Satire, Kabarett und Karikatur: zwischen Meinungsfreiheit und Blasphemie“ auseinander. Die Veranstaltung, die vom Bildungscampus zur Kampagne „Nürnberg hält zusammen“ ausgerichtet wird, findet im Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Fabersaal, statt. Der Eintritt ist frei.

Laut Tucholsky darf Satire alles, muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Doch gerade wenn es um religiöse Inhalte geht, herrschen besondere Empfindlichkeiten. Als die dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ im Jahr 2005 Mohammed-Karikaturen veröffentlichte, riefen islamische Theologen und Organisationen die Muslime dazu auf, ihrem Zorn freien Lauf zu lassen. 2014 wurde der Kabarettist Dieter Nuhr von einem Muslim aus Osnabrück wegen „religiöser Hetze“ angezeigt. Und zu Beginn des Jahres 2015 stürmten mehrere bewaffnete Islamisten die Redaktionsräume der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo und eröffneten unter Ausrufen wie „Allah ist groß“ und „Wir haben den Propheten gerächt“ das Feuer.
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