Alterspreis 2015: Auszeichnung für den Fürther Thomas Henrich

Deutscher Alterspreis 2015: Der mit 20.000 Euro dotierte dritte Preis ging an den Fürther Thomas Henrich für sein Engagement als ,,Ich-Verein für soziales Engagement". (Foto: Traube47/Robert Bosch Stiftung))
MdB Michael Frieser gratuliert dem Ich-Verein für soziales Engagement zum Dritten Platz bei der Verleihung des Deutschen Alterspreises 2015

NÜRNBERG/FÜRTH (pm/nf) - Die Robert Bosch Stiftung hat das Saarbrücker Projekt ,,Mobia - Mobil bis ins Alter" mit dem Deutschen Alterspreis ausgezeichnet. Mobia erhielt den mit 60.000 Euro dotierten Hauptpreis für sein Konzept für einen altersgerechten öffentlichen Nahverkehr. Das Münchner ,,Jugendzentrum für Senioren" von Schlagersänger Abi Ofarim bekam den zweiten Preis in Höhe von 40.000 Euro. Der mit 20.000 Euro dotierte dritte Preis ging an den Fürther Thomas Henrich für sein Engagement als ,,Ich-Verein für soziales Engagement". Das Multitalent Dr. Marianne Koch wurde mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet: dem undotierten Otto Mühlschlegel Preis für besondere Verdienste rund ums Alter.


,,Es lässt sich vieles bewegen, wenn man sich engagiert, wenn man sein Umfeld mit gestalten möchte. Die längere Lebenserwartung und damit dazu gewonnene Lebensjahre für den Einzelnen sind ein großes Geschenk und eine Chance für unser Gemeinwesen. Denn in unserer Gesellschaft des langen Lebens bringen immer mehr Ältere die Zeit und die Bereitschaft mit, für andere da zu sein und neue Verantwortung zu übernehmen", erklärt Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig, Schirmherrin des Deutschen Alterspreises.

Seit seinem Einstieg in die passive Altersteilzeit engagiert sich der dritte Preisträger, der 68-jährige Thomas Henrich, in seinen Heimatstädten Fürth und Nürnberg für den guten Zweck. Als ,,Ich-Verein für soziales Engagement" unterstützt er projektbezogen soziale Initiativen - selbstorganisiert und losgelöst von traditionellen Engagement-Strukturen. Die Jury überzeugte Henrich damit, dass er im Alter seinen ganz persönlichen Zugang zum Engagement gefunden habe. Er baute zum Beispiel den Seniorenbesuchsdienst beim NürnbergStift und das Mehrgenerationenhaus Nürnberg-Schweinau mit auf.

,,Die Gewinner des Alterspreises machen viel Mut, eine Stadt der Zukunft für unsere älter werdende Gesellschaft zu gestalten. Sie beweisen, dass Kreativität, Mobilität und Engagement nicht urplötzlich mit dem Alter verschwinden und leben uns vor, wie bunt und aktiv das Stadtleben im Alter sein kann", so Prof. Dr. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung.

Den undotierten Otto Mühlschlegel Preis erhält Dr. Marianne Koch. Die Ärztin, Schauspielerin und Moderatorin verkörpert mit ihren knapp 84 Jahren, wie man sich im Leben immer wieder neu erfinden kann und dient generationenübergreifend als Vorbild. Koch begann 1949 ihr Medizinstudium, unterbrach es allerdings für eine internationale Filmkarriere. Nach Filmen mit Clint Eastwood und Gregory Peck schloss sie ihr Studium ab und praktizierte als Internistin. Später moderierte sie acht Jahre lang die Talkshow 3 nach 9 und stand von 1997 bis 2001 als Präsidentin an der Spitze der Deutschen Schmerzliga.

Eine elfköpfige Jury aus Vertretern von Wissenschaft, Gesellschaft und Praxis hat im Vorfeld sechs Projekte aus über 244 Bewerbungen ausgewählt und für den Deutschen Alterspreis der Robert Bosch Stiftung nominiert. Gesucht wurden Initiativen, die zeigen, wie das Stadtleben altersfreundlicher werden kann oder wie ältere Menschen ihre Stadt engagiert und kreativ mitgestalten können.

Michael Frieser (CSU), Bundestagsabgeordneter für Nürnberg-Süd und Schwabach, freut sich besonders, dass mit dem Ich-Verein für soziales Engagement und dem Magazin sechs+sechzig gleich zwei Nominierte aus seinem Wahlkreis stammen. Der „Ich-Verein für soziales Engagement“ von Thomas Henrich aus Nürnberg/Fürth konnte sogar den dritten Platz erreichen. „Als Demografiebeauftragter weiß ich um die Herausforderungen älterer Menschen in der Stadt. Der Ich-Verein für soziales Engagement von Thomas Henrich konnte mit seinem Konzept zur Unterstützung projektbezogener sozialer Initiativen überzeugen und den dritten Platz bei der Verleihung des Deutschen Alterspreises 2015 erreichen. Ich gratuliere ihm dazu ganz herzlich. Das Beispiel macht deutlich, dass man keine Angst vor dem Alter haben muss. Im Gegenteil, gerade auch in einem höheren Alter kann man sehr gut mit seinen Mitmenschen vernetzt sein und sich so gewinnbringend für die Gesellschaft einbringen.“

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http://www.marktspiegel.de/nuernberg/lokales/im-po...
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