Bayerisch-Tschechische Landesausstellung 2016/17

Unterzeichnung mit Staatsminister Ludwig Spaenle im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Darüber freuen sich (v. l.) Prof. Dr. G. Ulrich Großmann, Generaldirektor Germanisches Nationalmuseum, Milan Čoupek, Generalkonsul der Tschechischen Republik in München, Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Richard Loibl, Direktor Haus der Bayerischen Geschichte, sowie Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle. (Foto: bayernpress)
 
Minister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Hans-Peter Schmidt, Tschechischer Honorarkonsul. (Foto: bayernpress)
Unterzeichnung mit Staatsminister Ludwig Spaenle

NÜRNBERG (pm/nf) - In der vergangenen Woche unterzeichnen der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle und der Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, Prof. Dr. G. Ulrich Großmann, den Kooperationsvertrag zur Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung 2016/17, die in Prag und Nürnberg stattfinden wird.
„Mit der ersten bayerisch-tschechischen Landesausstellung 2016/2017 wollen Bayern sowie Tschechien die vielfältigen, nicht immer konfliktfreien Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn bewusst machen. Das Haus der Bayerischen Geschichte, das Germanische Nationalmuseum und die Nationalgalerie Prag arbeiten hier Hand in Hand.


Die 700-jährige Wiederkehr des Geburtsjahres des böhmischen Königs Karls IV. und späteren Kaisers des Hl. Römischen Reichs dient dabei als Anlass für die Ausstellung in der Wallenstein-Reithalle in Prag und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die über lange Zeit sehr fruchtbare Nachbarschaft lässt sich auch an der Geschichte der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag nachvollziehen. Viele Orte auf diesem Weg werden in die Landesausstellung eingebunden. Die gemeinsame Ausstellung zeigt, dass der Fall der Mauer 1989 den Weg zu einer neuen Freundschaft zwischen den Nachbarn frei gemacht hat“, so Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle.

Der Generalkonsul der Tschechischen Republik (in München), Milan Čoupek, betont: „Die Ausstellung wird zu einer ausgezeichneten Gelegenheit, ein glaubwürdiges Bild der Länder der böhmischen Krone als einen bedeutenden Bestandteil der europäischen Politik und Kultur des 14. Jahrhunderts zu präsentieren. Sie zeigt die engen Verbindungen zwischen den Territorien der heutigen Tschechischen Republik und des Freistaates Bayern. Zugleich bestätigt die gemeinsame intensive wissenschaftliche Arbeit, dass der tschechisch-bayerische Dialog in den letzten Jahren eine außerordentliche Intensität erreicht hat.“

Die Federführung bei der Umsetzung für den bayerischen Teil liegt beim Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg. Die Schau stellt die völkerverbindenden Aspekte der Ära Karls IV. in den Vordergrund. Für Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, steht bei der kurzen Vorstellung der Ausstellungsinhalte fest: „Die grenzübergreifende Ausstellung stellt eine riesige Herausforderung an die Museumsfachleute in Bayern und Tschechien dar, die wir mit großer Freude angehen. In der Themenstellung liegen große Chancen, um den Austausch der Menschen in beiden Nachbarländern zu intensivieren.“ Das bekräftigt auch Prof. Dr. Ulrich Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, in seinem Grußwort: „Die Landesausstellung ist eine große Chance, Fachwissen zusammenzubringen und gemeinsam eine fulminante Sonderschau zu Kaiser Karl IV. sowohl in Prag als auch in Nürnberg zu zeigen. Ich freue mich, dass auch die hervorragenden Bestände des Germanischen Nationalmuseums als Exponate zur Geltung kommen werden.“

Die Ausstellung zu Karl IV., des Nachfolgers von Ludwig dem Bayern als Kaiser, ist ein strategisches Leitprojekt der im Juli 2014 zwischen Kultusminister Dr. Spaenle und dem tschechischen Kultusminister Daniel Herman in Prag besprochenen kulturellen Zusammenarbeit. Eine Fülle von kulturellen und historischen Aktivitäten entlang der Goldenen Straße von Prag über Pilsen und das oberpfälzische „Neuböhmen“ nach Nürnberg sollen die Ausstellung begleiten. Mit der Vorbereitung der gemeinschaftlichen Landesausstellung setzen das Haus der Bayerischen Geschichte und die Nationalgalerie in Prag ein Anliegen des ehemaligen Premierministers der Tschechischen Republik, Petr Nečas, und des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer um.
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