Betriebe sind in der Pflicht

Diskutierten und informierten zum Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“: Hubert Schwarz, Gerhard Potuschek, Heike Drechsler, Dr. Marcel Huber, Andreas Haupt und Dr. Dr. Günter Niklewski (v.l.n.r.). Foto: John R. Braun

3. Gesundheitsdialog der BARMER GEK in Nürnberg

­­NÜRNBERG - Bereits zum 3. Mal hatte die BARMER GEK dieser Tage zum Gesundheitsdialog eingeladen. Das Thema „Selbst-Motivation als Motor für Gesundheit und Lebensqualität“ betrifft nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Wirtschaft – denn kranke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nur wenig bis keine Leistung bringen. 

Dementsprechend hochkarätig war auch das Podium besetzt: BARMER GEK Regionalgeschäftsführer Andreas Haupt konnte als Gäste den Bayerischen Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber, BARMER GEK Landesgeschäftsführer Gerhard Potuschek, die Spitzensportlerin Heike Drechsler, den Extremsportler Hubert Schwarz, den Chefarzt des Klinikums Nürnberg, Dr. Dr. Günter Niklewski und den Hersbrucker Unternehmer Peter Gross begrüßen. Insgesamt waren rund 120 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen nach Nürnberg gekommen, um über Möglichkeiten der (Selbst-) Motivation zu diskutieren mit dem Ziel, gesünder zu leben und eine höhere Lebensqualität zu erzielen.

Schnell kristallisierte sich ein Schwerpunkt heraus: Zufriedenheit und Lebensqualität am Arbeitsplatz. „Nur rund 15 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben haben eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitsplatz“, zitierte Gerhard Potuschek eine aktuelle Studie. Nehme man noch die Prognose der Bertelsmann-Stiftung dazu, nach der im Zeitraum seit 2006 bis 2025 die Zahl der 45- bis 65-Jährigen um rund 1,4 Millionen zunehmen werde, während sich die Zahl der jüngeren Erwerbstätigen im Alter von 25 bis 45 Jahren um geschätzt 3,7 Millionen verringern werde, könne man bereits jetzt erkennen, wie wichtig ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für Betriebe werden. Die Barmer, so Andreas Haupt, habe es sich für 2013 als eine der wichtigsten Aufgaben gestellt, Unternehmen aktiv zu unterstützen, wenn es um die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht: „Besonders erfolgreich sind dabei erfahrungsgmäß kreative Aktionen, die sowohl den Teamgeist als auch die Gesundheitskompetenz erweitern, wie zum Beispiel eine Büro-Olympiade oder Gesundheitsaktionen der Azubis für die eigene Belegschaft“, so Haupt.

Gesunde und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien die wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg eines Unternehmens, mahnte Heike Drechsler. Dr. Dr. Günter Niklewski forderte eine breite gesellschaftliche Diskussion über krankmachende Faktoren am Arbeitsplatz: „Stress am Arbeitsplatz hat viele Gesichter, von Arbeitsbeschleunigung, über Arbeitsverdichtung bis hin zu andauernder mangelnder Wertschätzung und Mobbingsituationen“.




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