EXPO REAL 2017: Starker Auftritt der Metropolregion Nürnberg als „Platz für Entwickler“

Sie diskutierten beim Eröffnungs-Talk über die Metropolregion Nürnberg als „Platz für Entwickler“ (v. l.): Andreas Starke (Ratsvorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Bamberg), Dr. Michael Fraas (Geschäftsführer des Forums Wirtschaft & Infrastruktur und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg), Dr. Christa Standecker (Geschäftsführerin Metropolregion Nürnberg), Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst (Wirtschaftsvorsitzender). (Foto: Europäische Metropolregion Nürnberg)

REGION (pm/nf) - Die Metropolregion Nürnberg präsentiert sich auf der wichtigsten europäischen Messe für Gewerbe-Immobilien, der EXPO REAL in München (4. bis 6. Oktober 2017) mit einem Gemeinschaftsstand als attraktiver „Platz für Entwickler“. 15 Kommunen und Unternehmen stellen in Halle A1 (Stand A1.240) die Chancen der Region für Investoren und Projektentwickler vor – ein starker Auftritt einer florierenden regionalen Immobilienszene.

Was macht die Region aus, welche Chancen bietet sie und wie stellt sie sich den Herausforderungen der Zukunft? Diese Fragen standen beim Eröffnungs-Talk am 4. Oktober am Gemeinschaftsstand im Mittelpunkt. Es diskutierten der neue Ratsvorsitzende der Metropolregion Nürnberg, Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke, der Wirtschaftsvorsitzende Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst sowie der Geschäftsführer des gastgebenden Forums für Wirtschaft und Infrastruktur, Dr. Michael Fraas, gleichzeitig Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Metropolregion-Geschäftsführerin Dr. Christa Standecker.

Mit einer auf mehrere Jahre angelegten Mitmachkampagne unter dem Titel „Platz für...“ positioniert sich die Metropolregion Nürnberg zurzeit als attraktive Region für Fachkräfte aus aller Welt. Was macht die Anziehungskraft der Metropolregion Nürnberg aus? Vor allem das im Vergleich zu anderen Regionen deutlich stärkere Wachstum der Wirtschaft, so der Ratsvorsitzende Andreas Starke: „Ob bei Forschung und Entwicklung, bei Produktionsstandorten oder bei der Infrastruktur – es besteht bei uns eine hohe Investitionsbereitschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Man habe im Vorfeld der EXPO REAL bei den Landkreisen und kreisfreien Städten die größten Investitionen abgefragt. Starke: „Und obwohl bei weitem nicht alle geantwortet haben, sind wir mühelos bei einem Investitionsvolumen von über zwei Milliarden Euro gelandet.“ Das sorge natürlich dafür, dass die Metropolregion Nürnberg ein attraktiver „Platz für Entwickler“ bleibe. 

Starke nannte einige Beispiele: Die Erlanger Höfe auf dem ehemaligen Gossengelände mit einem Invest von 155 Millionen Euro sowie das Quartier an der Regensburger Straße in Nürnberg mit 500 Wohnungen und einem Invest von 100 Millionen Euro seien starke Wohnungsbau-Projekte. Auch die Kommunen investierten – so werde das Klinikum Kulmbach in den nächsten Jahren für 140 Millionen Euro modernisiert und erweitert. Als große unternehmerische Investition nannte Starke u. a. das neue Versandzentrum der Firma Thomann in Burgebrach (Landkreis Bamberg). Europas größter Musikversandhändler investiert hier 45 Millionen Euro.Der große wirtschaftliche Erfolg bringt allerdings auch Herausforderungen, darauf wies der Wirtschaftsvorsitzende Prof. Wübbenhorst hin: „Den Unternehmen fällt es zunehmend schwer, ihre Fachkräfte-Stellen zu besetzen.“

Trotz eines positiven Wanderungs-Saldos werde laut einer Prognose des IHK-Fachkräfte-Monitors der Metropolregion Nürnberg im Jahre 2020 rund 90.000 Fachkräfte fehlen. „Wir versuchen gegenzusteuern“, so Wübbenhorst. So arbeite man mit 18 weiteren Partnern in der „Allianz pro Fachkräfte“ zusammen, um die Region für Fachkräfte noch attraktiver zu machen. Man habe Willkommens-Angebote entwickelt, die die Unternehmen bei der Fachkräfte-Akquise unterstützen – und die Willkommensplattform „Leben & Arbeiten“ auf der Website der Metropolregion helfe Neuankömmlingen, sich besser in der Metropolregion Nürnberg zurechtzufinden.Auch die Mitmachkampagne „Platz für...“ ist dazu gedacht, bei Fachkräften als attraktiver Platz zum Leben und Arbeiten präsent zu sein. Die Kampagne schärft das Image der Region in Sachen Wirtschafts- und Innovationskraft. Sie erzählt Geschichten von Menschen, die ihre ganz unterschiedlichen Lebensmodelle in der Metropolregion Nürnberg verwirklichen. Auf www.platzfuer.de seien inzwischen viele dieser interessanten Stories zu lesen, so Wübbenhorst.


Dr. Michael Fraas hob den kürzlich beschlossenen Innovationspakt als Instrument hervor, um auch in Zukunft im Wettbewerb der Regionen vorne mit dabei zu sein: „Das ist eine Plattform und Ideenschmiede für die Cross-Cluster-Zusammenarbeit. Die sieben technologischen Kernkompetenzen der Region werden nun clusterübergreifend in vier Aktionsfeldern ‚Intelligente Mobilität‘, ‚Nachhaltige Energiesysteme‘, ‚Digitale Gesundheitswirtschaft‘ und ‚Vernetzte Produktion‘ bearbeitet.“ Für die Immobilienwirtschaft bedeute dies, dass immer mehr Standorte mit innovativen Konzepten gefragt seien, die Wirtschaftskraft mit Lebensqualität kombinierten. Als Beispiele nannte Dr. Fraas die Digitalen Gründerzentren, die zurzeit an mehreren Standorten in der Metropolregion Nürnberg entstehen.
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