Kompetent und Hand in Hand

Prof. Dr. Martin Wilhelm, Chefarzt der Klinik für Onkologie; Prof. Dr. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde; Dr. Clemens Albrecht, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie und Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie; Prof. Dr. Hubert Stein, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Viszeral- und Thoraxchirurgie und Zentrumskoordinatorin Dr. Annette Schoen (v.l.n.r.). Foto: oh

Zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum im Klinikum Nürnberg

NÜRNBERG - Eigens für die Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen wie Brust-, Eierstock-, Gebärmutterhals- oder Scheidenkrebs gibt es für die betroffenen Patientinnen im Klinikum Nürnberg ein zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum. Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs: 40 Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen sind gynäkologische Tumore. 

Zwei Drittel davon entfallen allein auf das Mammakarzinom, ein Drittel machen Eierstock-, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs sowie die seltener auftretenden Karzinome an Vagina oder Schamlippen aus. Brust- und Gebärmutterkrebs sind in über 80 Prozent der Fälle heilbar, beim Eierstockkrebs haben sich in den letzten Jahren vor allem die Lebensdauer und die Lebensqualität deutlich verbessert. Hinter dem Begriff „interdisziplinäre Zusammenarbeit“ verbergen sich komplexe Abstimmungs- und Ablaufprozesse, die nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität funktionieren müssen. „Und bei uns funktionieren sie“, betont Prof. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde.

Schon vor einigen Jahren hat die Klinik zusammen mit den interdisziplinären Partnern – allen voran die Klinik für Onkologie, die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie sowie die Klinik für Radioonkologie und Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie – die Strukturen eines Gynäkologischen Zentrums aufgebaut. Ende 2012 folgte die offizielle Anerkennung als zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft, das Brustzentrum ist bereits seit 2006 zertifiziert. „Über alle Fachgrenzen hinweg sind wir ein über die Jahre eingespieltes Team“, so Brucker. Gemeinsame Fallbesprechungen und Tumorboards inklusive Zweitmeinung, kurze Wege zwischen den beteiligten Fachdisziplinen sowie eine von Vertrauen getragene Kommunikation prägen die Zusammenarbeit. So auch beim Eierstockkrebs: Da dieser Krebs meist erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, hat er oft schon auf Organe im Bauchraum übergegriffen. In diesem Fall werden die Eingriffe von Gynäkologen und Allgemeinchirurgen gemeinsam geplant und durchgeführt. Stoßen die Gynäkologen bei der OP unerwartet auf Tumorherde oder Metastasen im Bauchraum, ist ein Allgemeinchirurg schnell zur Stelle. „Wir operieren Tür an Tür, das macht die Zusammenarbeit leicht“, erklärt Prof. Hubert Stein, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

Wer vor einer geplanten Operation einen Beratungstermin möchte bzw. eine Zweitmeinung einholen will, kann im Ambulanten BehandlungsCentrum (ABC) Gynäkologische Onkologie unter Telefon 3983061 einen Termin vereinbaren (Überweisungsschein oder Versicherungskarte).




Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.