Sieben Katzenkinder des illegalen Transports verstorben

Von den verbliebenen 20 Kätzchen sind derzeit sechs Tiere stationär beim Vertragstierarzt des Tierheims untergebracht und werden dort behandelt. (Foto: Tierheim Feucht)
Sechs Tiere stationär beim Tierarzt – Zustand teilweise kritisch – Forderung nach höheren Strafen

NÜRNBERG/FEUCHT (pm/nf) - Von den insgesamt 27 Katzenkindern, die am 9. Dezember 2016 am Grenzübergang Waidhaus beschlagnahmt und ins Tierheim Feucht gebracht wurden, sind inzwischen sieben Tiere verstorben, trotz bester medizinischer Behandlung. Die genaue Todesursache wird im Rahmen der pathologischen Untersuchung ermittelt, ein Ergebnis steht aber noch aus. Von den verbliebenen 20 Kätzchen sind derzeit sechs Tiere stationär beim Vertragstierarzt des Tierheims untergebracht und werden dort behandelt.


Die Tiere leiden an starkem Durchfall und Erbrechen. Deshalb muss vor allem ihr Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ausgeglichen werden. Die nötige Flüssigkeitsmenge kann allerdings nicht alleine durch Trinken aufgenommen werden. Zumindest ein Teil der kleinen Katzen ist in einem kritischen Zustand, und das Tierheim Feucht hofft, dass sie die Weihnachtsfeiertage überstehen und möglichst schnell gesund werden.

Die Tiere in der Quarantäne-Station des Tierheims sind den Umständen entsprechend wohlauf. „Vorsichtige Hoffnung gibt uns die Tatsache, dass der letzte Todesfall bereits zwei Tage zurückliegt. Die Erfahrung mit den anderen Katzenwelpen hat aber leider gezeigt, dass sich ihr Gesundheitszustand sehr schnell ändern kann“, erklärt Herbert Sauerer, 1. Vorsitzender des Tierheims Feucht. Beispielsweise hat gestern eines der Katzenbabys innerhalb eines Tages über 50 Gramm abgenommen, was immerhin knapp 10 Prozent seines Körpergewichts ausmacht. Eigentlich müssten so junge Katzen stetig an Gewicht zulegen.

Rechtlich liegen versuchter Betrug, ein Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sowie ein Verdacht auf Verstoß gegen das Tierseuchenschutzgesetz vor. Entsprechende Verfahren wurden bei der Staatsanwaltschaft initiiert. Die Transporteure durften allerdings gegen Hinterlegen einer Sicherheitsleistung in die Ukraine zurückreisen. Aus Sicht des Tierschutzes wären hier ein strengeres Vorgehen und deutlich schärfere Strafen angebracht, so das Tierheim Feucht.

Wer den Tieren und dem Tierheim helfen möchte, kann dies am besten mit einer Spende tun. Die Bankverbindung des Tierheims lautet: Raiffeisenbank Burgthann, BIC: GENODEF1BTO, IBAN: DE37 760 695 64 0000 833 100, Stichwort „Katzentransport“. Wer möchte, kann auch unkompliziert die Spendenhotline des Tierheims aus dem deutschen Festnetz anrufen. Jeder Anruf bei 09001 - 91 00 00 spendet 5 Euro an das Tierheim Feucht.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.