Vielfalt auf dem Ausbildungsmarkt nutzen

Cosmin-Vasil Enutá (Rumänien), Mohamed Layachi, Nabil Ammouzigh (beide Spanien) im Ausbildungszentrum Elektro von Kaeser Kompressoren. (Foto: oh/BA Bayern)
Woche der Ausbildung

NÜRNBERG (pm/nf) - Der Ausbildungsmarkt hat sich längst zugunsten der Bewerber gedreht. Seit Jahren übersteigt die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in Bayern die Zahl junger Menschen, die über die Agenturen für Arbeit oder Jobcenter eine Ausbildungsstelle suchen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Bewerber in den kommenden Jahrzehnten weiter abnehmen und sich dadurch die Situation für die Unternehmen weiter verschärfen. Für die Arbeitgeber wird es daher umso wichtiger, neue Wege bei der Rekrutierung ihrer künftigen Nachwuchskräfte zu gehen und hierbei auch das Potential von ausländischen jungen Menschen zu fördern.


Anlässlich der Woche der Ausbildung, besuchten Vorstandsmitglied Raimund Becker zusammen mit dem Geschäftsführer der Regionaldirektion Bayern Dr. Markus Schmitz das Unternehmen Kaeser Kompressoren in Coburg. Dabei blicken die Experten der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser, Vorstandsmitglied von Kaeser Kompressoren, auf die Entwicklung des Lehrstellenmarktes. Zudem berichten ausländische Auszubildende von ihren Erfahrungen im Betrieb.

„Eine duale Ausbildung bildet für die Unternehmen die Grundlage, ihren Fachkräftebedarf langfristig zu sichern. Für die jungen Menschen legt sie den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft und für ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben. Daher appelliere ich an beide Seiten, die gebotenen Chancen auf dem Ausbildungsmarkt am Schopfe zu packen. Dabei sollten die Bewerber die ihnen gebotene Vielfalt am Lehrstellenmarkt nutzen und über den Tellerrand des Wunschberufes hinausschauen. Für manche jungen Menschen stellt schon das Ortsausgangsschild eine unüberwindbare Hürde dar. Andere verlassen für eine Ausbildung sogar ihren Kontinent. Die Unternehmen wiederum konkurrieren um neue Nachwuchskräfte. Hier sind neben guten Rahmenbedingungen auch kreative Ideen bei der Rekrutierung des fachlichen Nachwuchses gefragt,“ betonte Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern.
„Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten: die Ausbildung älterer Bewerber, die schon vor einigen Jahren die Schule verlassen haben, die Weiterbildung bereits Beschäftigter im Unternehmen oder eine Ausbildung in Teilzeit, “ ergänzt Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit. „Aber auch junge Menschen aus dem Ausland für eine Ausbildung in Deutschland zu gewinnen, wird künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Dabei genügt es nicht, den Jugendlichen eine Lehrstelle anzubieten. Die Auszubildenden müssen bestmöglich vor Ort unterstützt und begleitet werden, damit der neue Ausbildungsort auch zu einem neuen Zuhause werden kann“, so Becker weiter.
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