Wohnungsbericht für Nürnberg: Das unternimmt die Stadt gegen den Wohnungsmangel!

Im neuen Wohnungsbericht hat Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas genau aufgezeigt, welche Maßnahmen nötig sind, um die Herausforderungen am Wohnungsmarkt zu meistern. (Foto: Andreas Enzler)

Wohnungsbericht 2016: Hohe Wohnungsbauförderung – Konkrete Maßnahmen - Kostenfreie und unverbindliche Beratung zum Bau und Erwerb von Wohnraum

NÜRNBERG (pm/nf) - Steigende Einwohnerzahl, mehr Wohnungen und vor allem ein hoher Betrag für die Wohnungsbauförderung - das ist die Quintessenz des Wohnungsberichts 2016, den Nürnbergs Wirtschafts- und Wohnungsreferent Dr. Michael Fraas jetzt präsentiert hat. In dem Bericht zieht der Stab Wohnen im Wirtschaftsreferat die Bilanz seiner wohnungspolitischen Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Dr. Michael Fraas: „Die Zahlen für das Jahr 2016 sind gut. Es sind aber in den nächsten Jahren weitere erhebliche Anstrengungen im Wohnungsbau nötig.“ Nürnbergs Einwohnerzahl hat die Marke von 530.000 erreicht. Die Stadt ist somit seit 2010 um rund 24.000 Personen gewachsen. Um den Herausforderungen am Wohnungsmarkt gerecht zu werden, hat der Stab Wohnen im Wirtschaftsreferat im Jahr 2016 in Nürnberg rund 50 Millionen Euro an Fördermitteln aus Programmen des Freistaats Bayern und der Stadt Nürnberg eingesetzt.

Dieser Betrag übertrifft das Vorjahresergebnis der Wohnungsbauförderung (Jahr 2015: 18 Millionen Euro) um mehr als das 2,5-fache und ist mit Abstand der höchste Mitteleinsatz seit mehr als 20 Jahren.

Für die Bauwirtschaft wurde mit den Programmen der Wohnungsbauförderung insgesamt ein Auftragsvolumen von rund 97 Millionen Euro angestoßen. Mit den Fördermitteln konnten im Jahr 2016 der Neubau, Umbau, Erwerb und die Modernisierung von 602 Wohneinheiten (2015: 289) finanziell unterstützt werden. Gefördert wurde insbesondere der Neubau von 216 preisgünstigen Mietwohnungen. Das ist mehr als die dreifache Anzahl des Vorjahres (2015: 68 Wohnungen). Dr. Fraas führt diese deutliche Steigerung der Fallzahlen vor allem auf die Einführung eines Zuschusses von 300 Euro/m2 durch den Freistaat Bayern und das Anlaufen des städtischen „Sonderprogramms Wohnen“ zurück.
Gefördert wurde darüber hinaus die Modernisierung von 286 Mietwohnungen (2015: 141 Wohnungen), darunter 32 Umbaumaßnahmen für die Bedarfe von Menschen mit Behinderung und 38 Sanierungen im Schallschutzfensterprogramm.
Zu den Zielen der Wohnungsbauförderung in Nürnberg sagt Dr. Fraas: „Zum einen wollen wir preiswerten Mietwohnraum schaffen. Zum anderen wollen wir vor allem Familien die Chance geben, bezahlbares Wohneigentum zu erwerben. Denn wir wollen Familien im Stadtgebiet halten, bevor sie ins Umland abwandern.“
Um das Kostengefälle zum Umland zu verringern, unterstützt die Stadt Nürnberg zusätzlich zu den Förderangeboten des Freistaats den Erwerb von Wohneigentum mit dem stadteigenen Programm „100 Häuser für 100 Familien“ innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen mit einem Zuschuss.

Am 1. Januar 2016 ist das novellierte Wohngeldgesetz mit einer Erhöhung der Wohngeldleistungen und einer Anhebung der Miet- und Belastungshöchstbeträge in Kraft getreten. Die Wohngeldauszahlungen des Sozialamts haben sich in der Folge mit einer Summe von rund 11 Mio. Euro gegenüber 2015 (6,0 Mio. Euro) um 84 % erhöht. Auch die Zahl der Empfängerhaushalte ist von 3.613 auf 5.068 gestiegen. Das durchschnittliche Wohngeld aller Wohngeldempfänger Haushalte in Nürnberg erhöhte sich um rund 42 % von 128 Euro monatlich auf 182 Euro, was zu einer Entlastung dieser Haushalte beiträgt.

Konkret: Wohnungspolitische Maßnahmen, die die Stadt eingeleitet hat:

- Zehn städtische Flächen wurden für eine beschleunigte Bebauung auf den Markt gebracht und die zügige Bebauung einer Fläche des Freistaates Bayern sichergestellt (Regensburger Straße / Ecke Hans- Kalb-Straße). Sechs der zehn Flächen werden durch die wbg Nürnberg entwickelt und bebaut: Vier Flächen werden an Wohnungsunternehmen veräußert.Die Planungen für die Bebauung dieser Flächen sind größtenteils angelaufen. Auf den Programmflächen werden in den nächsten drei Jahren rund 1.000 neue Wohnungen gebaut, davon 500 im preisgünstigen geförderten Segment. Weitere 400 – 450 Wohnungen baut das Siedlungswerk des Freistaats ab 2019 an der Hans-Kalb- Straße.

- Die Stadt arbeitet mit Nachdruck an der Ausweisung neuer Baugebiete in Wetzendorf, an der Bielefelder Straße, im Tiefen Feld und an der Züricher Straße. Zwischen 2019 und 2021 soll dort mit der Vermarktung von Baugrundstücken für insgesamt rund 3.100 Wohneinheiten begonnen werden.

- Bis Ende 2018 wird für sieben Flächen Baurecht auf der Basis städtebaulicher Verträge an Investoren geschaffen, auf denen dann die Errichtung von ca. 2.750 Wohneinheiten zu erwarten ist, davon rund 840 als geförderte Wohnungen. Hierzu gehören das Auto Krauss-Areal, Avenariusstraße, Südbahnhof/Modul 1, Ostendstraße/ehem. Coca Cola-Gelände, Dresdner Straße/ehem. Porsche-Niederlassung, Gebersdorfer Straße, Langseestraße.

- Mit dem im Jahr 2017 vom Stadtrat beschlossenen Baulandbeschluss erhalten Investoren und Bauherren Klarheit und Transparenz bei der Schaffung von Baurecht.

- Darüber hinaus hat der Stab Wohnen mit dem Aufbau einer kleinräumigen Wohnungsmarktbeobachtung im vergangenen Jahr eine der priorisierten Maßnahmen aus dem Handlungsprogramm Wohnen umgesetzt. Damit stehen künftig mehr Detailinformationen aus den Stadtquartieren für eine zielgerichtete, proaktive Wohnungspolitik zur Verfügung.

Der Wohnungsbericht 2016 wird am 25.10.2017 im Stadtrat beraten und steht im Internet zur Verfügung unter www.nuernberg.de/internet/wohnen/publikationen.html


Der Stab Wohnen des Wirtschaftsreferats, Marienstraße 6, 3. Stock, informiert gerne unverbindlich und kostenfrei über die Möglichkeiten der Förderung von Bau und Erwerb von Wohnraum unter der Telefonnummer 0911 / 2 31-26 04 und im Internet unter www.wohnen.nuernberg.de.
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