Kille Wau! Jubiläums-Chinesenfasching am Unsinnigen Donnerstag in Dietfurt

Kaiser FuGaoDi betritt den Thron. (Foto: Tourist-Info Dietfurt)
 
1928 verkleidete sich zum ersten Mal eine Gruppe als „Chinesen“ – dies war die Dietfurter Stadtkapelle. (Foto: Tourist-Info Dietfurt)

90 Jahre „Bayrisch China“

DIETFURT (pm/nf) - „Kille Wau“ heißt es wieder am Donnerstag, 8. Februar 2018, beim traditionellen Chinesenfasching in Dietfurt. Unter dem Motto „90 Jahre Bayrisch China, alles feiert – ois is prima“ zieht um 14 Uhr der chinesische Faschingszug mit circa 50 Gruppen durch die Stadt. Auch in diesem Jahr haben sich wieder hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und auch aus China angekündigt.

Dietfurts Bayrische Chinesen

Der Dietfurter Chinesenfasching, bei dem sich das Städtchen Dietfurt a.d.Altmühl jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag von den frühen Morgenstunden bis in die Nacht hinein in ein buntes „Bayrisch-China-Reich“ verwandelt, spielt auf eine alte Anekdote an: Der Bischof von Eichstätt schickte einst seinen Kämmerer nach Dietfurt, damit er dort nach dem Rechten sehe und die Steuern eintreibe. Die Dietfurter ließen ihn nicht durch die Stadttore – und der Kämmerer berichtete dem Bischof verärgert, die Dietfurter verschanzten sich „wie die Chinesen hinter ihrer Mauer“.

Bereits ab 13 Uhr stimmt DJ Mike Checkoff von der monumentalen Stufenbühne am Rathaus die Zuschauer ein. Ab 14 Uhr huldigen dann bereits zum dritten Mal viele bayrisch-chinesische Gruppen dem Kaiser FU-GAO-DI. Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des 90. Faschingsjubiläums. Auf eine derart lange Geschichte können die Bayrischen Chinesen bereits zurückblicken. 1928 verkleidete sich zum ersten Mal eine Gruppe als „Chinesen“ – dies war die Dietfurter Stadtkapelle. Jeder zweite Musikant hieß damals „Hans“, daher wird sie auch scherzhaft als die „Hansenkapelle“ bezeichnet. Vieles hat sich seither verändert im „Bayrisch China“-Reich. 1954 wurde das „Kaisertum“ eingeführt und inzwischen regiert Kaiser FU-GAO-DI in der 11. Dynastie „sein Volk“. Diese Faschingssaison bietet sich gerade dazu an, in „alten Zeiten“ zu schwelgen.

Viele Gruppen haben bei ihrer Kostümgestaltung oder bei den Faschingswägen nostalgische Themen aufgegriffen. Dietfurt „Bayrisch China“ hat sich (nicht zuletzt durch die zahlreichen Kontakte ins „echte“ China) in den letzten 90 Jahren immer wieder verändert und viele neue Freunde und Kontakte sind hinzugekommen. Doch nicht alles ändert sich, daher wird der Kaiser wieder von seinem Drachen durch die Chinametropole geführt. Nach dem Umzug, etwa gegen 15.30 Uhr, beginnt am Rathaus die große Podiumsgaudi mit der feierlichen Proklamation des Kaisers FU-GAO-DI! Auch bei der Podiumsgaudi wird sich alles um die vielfältigen Traditionen und Gruppen des Chinesenfaschings drehen - so viel sei verraten.Und nach der Podiums-Gaudi? Die Gasthäuser und Bars in Dietfurt laden dann zum bunten Faschingstreiben bis in die frühen Morgenstunden ein.

Informationen zum Kaiser FU-GAO-DI (seit 2015/2016 im Amt) und seinem Hofstaat:


Mit Manfred Koller (47) sitzt ab dem Unsinnigen Donnerstag kein Geringerer als der Bruder des langjährigen Kaisers „KO-HOUANG-DI“ auf dem Dietfurter Kaiserthron. Es gibt also zum ersten Mal in der Geschichte des Chinesenfaschings eine „Kaiser- Dynastie“. Manfred Koller ist der 11. Dietfurter, der den Rang des Faschingskaisers bekleidet. Der neue Kaiser-Name ist dieses Mal durch und durch chinesisch, er bedeutet „glückbringender (FU), großer (GAO) Kaiser (DI).“

Laut schallt zum Chinesenfasching auch das neue Kaiserlied durchs „Bayrisch China“ - Reich. Gedichtet haben es Stefan Röll und Stefan Graf von den „Weiß-Blauen Siebentälern“. Es heißt wie der neue Kaiser „FU-GAO-DI. Durch seine eingängige Melodie ist es bereits jetzt schon ein Ohrwurm.

Die neue Faschingslieder CD der Weiß-Blauen Siebentäler ab sofort erhältlich: Dem neuen Kaiser zu Ehren wurden bereits letztes Jahr die beliebten Dietfurter Faschingsschlager auf CD herausgebracht. Dies war auch eine Bayrisch-Chinesische Zusammenarbeit zwischen den Weiß-Blauen Siebentälern und der Münchner China-Musikgruppe Prims Studio. Diese CD kann für 15 Euro in der Tourist-Information gekauft werden. Alle Lieder sind zusätzlich auch als Karaoke Version auf der CD zu finden.

Auf nach Dietfurt!

Das Feiern sollte von Anfang an ganz entspannt ablaufen, deshalb stehen für alle Zuschauer am Ortsrand von Dietfurt zahlreiche Parkplätze zur Verfügung. Die Feuerwehr und die Polizei werden für einen geregelten Verkehr sorgen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind auf die zu erwartenden Zuschauerströme vorbereitet.

Stadtführung durch Bayrisch China

Die Dietfurter Gästeführer bieten am Unsinnigen Donnerstag zum Chinesenfasching Stadtführungen durch Bayrisch China an. Die Stadtführer zeigen dabei die schönsten Flecken von Dietfurt mit der ehemaligen Stadtmauer, die die Schuld am Namen „Dietfurter Chinesen“ hat. Diese Führung stimmt schon frühzeitig auf den Umzug und das Faschingstreiben am Nachmittag ein. Beginn einer Führung ist um 10.00 Uhr am Chinesenbrunnen. Für Gruppenführungen kann die Zeit nach Wunsch festgelegt werden.

Sicherheit

Um die Sicherheit für alle Faschingsbesucher zu gewährleisten, hat die Stadt Dietfurt eine Verordnung zur Regelung des Faschingstreibens erlassen. So ist zum Beispiel – wie in den letzten Jahren - das Mitführen von Flaschen, Gläsern oder anderen Behältnissen aus zerbrechlichem Material nicht gestattet. In den Vorjahren hat sich dieses neue Sicherheitskonzept sehr bewährt; für Nichtbelehrbare wurden auch Geldstrafen ausgesprochen. Nähere Informationen dazu und zum Chinesenfasching finden Sie im Internet unter
www.dietfurt.de/chinesenfasching
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