Der Weg in die Selbstständigkeit: Grundvoraussetzungen für den Erfolg

SERVICE (ak/fi) - Den Job kündigen und mit einer eigenen Idee durchstarten – diesen Wunsch hegen viele Deutsche. Gleichzeitig ist die Angst vorm Scheitern groß. Dennoch sind zahlreiche Start-ups rund um Nürnberg wie Hotel.de, Immowelt und andere Jungunternehmen der beste Beweis dafür, dass sich der Schritt in die Selbstständigkeit durchaus lohnen kann. Wer eine erfolgversprechende Geschäftsidee hat und die Gründung eines eigenen Unternehmens konkret angehen möchte, sollte zu Beginn vor allem auf die folgenden Aspekte achten.

Ein gutes Team als Basis für Erfolg

Viele potenzielle Gründer glauben, sie hätten ein einzigartiges Konzept entwickelt, doch eine ausführliche Recherche fördert oft zahlreiche Unternehmen mit ähnlichen Ideen zutage, die bereits auf dem Markt etabliert sind. Eine gute Idee allein reicht demnach nicht aus, um ein erfolgreiches Start-up zu gründen. Wichtig sind vor allem kompetente, engagierte Mitstreiter mit Branchenerfahrung und fundiertem Know-how, um eine Idee weiterzuentwickeln und umzusetzen. Aber auch die Chemie muss stimmen, denn laut Christoph Räthke, Leiter der Berlin Startup Academy, scheitern immerhin rund 70 Prozent aller jungen Unternehmen an internen Problemen im Team.

Geldprobleme müssen nicht sein

Rund 150.000 Menschen wagen jedes Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit. Deutlich mehr Ideen wandern in den Papiermüll oder werden aus Angst vor dem finanziellen Scheitern ad acta gelegt, da ihnen der Schritt in die Selbstständigkeit als zu großes Risiko erscheint. Schaut man sich die Zahl erfolgreicher Start-ups an, wirken dies in der Tat nicht gerade ermutigend: Nur eines von zehn Start-ups hält den Belastungen des Marktes stand. Doch das Risiko kann sich auch lohnen. Denn ein Misserfolg muss nicht unbedingt den finanziellen Ruin bedeuten. Der Markt ist gegenwärtig derart in Bewegung, dass ein Neustart mit einem leicht veränderten oder auch gänzlich neuen Konzept nahezu jederzeit möglich scheint. Stellt man sich also wie in dem Hit von "Fettes Brot" die Frage: "Soll ich's wirklich machen oder lass' ich's lieber sein?", sollte die Antwort nicht "Jein" lauten – ein klares "Ja" ist schon nötig.

Die Finanzierung des eigenen kleinen Unternehmens ist heutzutage viel unkomplizierter, als viele befürchten. Eigenkapital ist zwar immer hilfreich, aber nicht mehr zwingend Voraussetzung. So sind immer mehr solvente Geldgeber dazu bereit, in eine tragfähige Geschäftsidee zu investieren. Seriöse Kreditmarktplätze wie Funding Circle, die junge Unternehmen mit Finanzierungsbedarf und erfahrene Investoren zusammenbringen, bieten Start-ups die Möglichkeit, das langwierige, umständliche Procedere eines Kreditantrags bei einer Bank zu umgehen, und stattdessen ihre Idee von privaten Kreditgebern finanzieren zu lassen. Doch egal, für welche Finanzierungsform sich ein Gründer letztlich entscheidet – eine sorgfältige, professionelle Buchhaltung ist auf jeden Fall unerlässlich. Tipps für eine effiziente Lohnbuchhaltung bietet dieser Artikel.

Durchhaltevermögen und Glaube an sich selbst

Was Gründer vor allem brauchen, ist Durchhaltevermögen. Gerade das erste Jahr ist für viele Unternehmen sehr schwer, da sie in der Regel kaum Gewinne erwirtschaften. Im Durchschnitt vergehen drei bis fünf Jahre, bis ein Unternehmen schwarze Zahlen schreibt. Doch dieser lange Zeitraum setzt Gründer enorm unter Druck, weswegen viele Jungunternehmer schlicht an der eigenen Unsicherheit scheitern. Ein gesundes Selbstbewusstsein und der Glaube an die eigene Idee sind deshalb unbedingt notwendig, um langfristig Erfolg zu haben.

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