Nur noch 300 Zigaretten steuerfrei

Bei der Einfuhr von Zigaretten aus Kroatien ist zu beachten, dass ab sofort nur noch 300 statt 800 Stück steuerfrei erlaubt sind – und auch nur für den Eigenbedarf. Wer die Bestimmungen umgehen will, riskiert empfindliche Strafen. Foto: fotolia.com

NÜRNBERG / REGION (pm/mue) - Seit dem 31. Juli dürfen Privatpersonen für ihren eigenen Bedarf aus Kroatien statt der bisher möglichen 800 Zigaretten nur noch 300 Stück steuerfrei nach Deutschland mitbringen. Darüber informierte jetzt das Hauptzollamt Nürnberg in einer Pressemitteilung.


Wer mehr als die 300 Zigaretten dabei hat, muss für die darüber hinaus gehenden Mengen die fällige Tabaksteuer nachzahlen – und der Zoll stellt diese Zigaretten sicher. Bei falschen Angaben über die tatsächliche Menge an mitgebrachten Zigaretten drohen zusätzlich strafrechtliche Konsequenzen.

Auf der Grundlage europäischen Rechts ist es möglich, die Anzahl der steuerfreien Zigaretten auf 300 Stück aus Ländern zu beschränken, die seit dem Stichtag 1. Januar 2014 die EU-weiten Mindeststeuersätze nicht einhalten. Für das Erreichen dieser Voraussetzungen wurde diesen Ländern eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2017 eingeräumt. Nach Ablauf dieser Frist bzw. bei einem vorzeitigen Erreichen des Mindeststeuersatzes können dann wieder wie gewohnt 800 Zigaretten steuerfrei mitgebracht werden. Für die Einfuhr von Zigaretten aus den Ländern Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Lettland und Litauen gilt die Mengenbeschränkung von 300 Stück bereits seit Anfang dieses Jahres; durch die kürzlich von Bundestag und Bundesrat beschlossene Änderung des Tabaksteuergesetzes wird die Regelung nun auf die im letzten Jahr der Europäischen Union beigetretenen Republik Kroatien ausgeweitet.

Aktuelle Informationen findet man im Internet unter:

www.zoll.de
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