Outdoor-Urlaub in Skandinavien: Das gibt es zu beachten

SERVICE (ak/fi) - Club-Urlaub in großen Hotelanlagen war gestern: Touristen wollen die Natur heute wieder hautnah erleben, erwandern und auch im Grünen zelten. Das ist besonders in den skandinavischen Ländern Norwegen und Schweden aufgrund ihrer unberührten Landstriche und des sogenannten "Jedermannsrecht" eine grandiose Vorstellung. Hier darf man sein Zelt überall aufschlagen – außer auf Privatgrundstücken. So schön die Natur im hohen Norden auch ist, so viel gibt es bei der Reise in die dünnbesiedelten Länder zu beachten.

"Jedermannsrecht": Was ist erlaubt und was nicht?

Das Jedermannsrecht räumt Einheimischen und Touristen das Recht ein, sich auf eigene Gefahr frei in der ungenutzten und unerschlossenen Natur zu bewegen. Das bringt aber nicht nur Rechte, sondern auch ebenso viele Pflichten mit sich: Denn Rücksichtnahme auf Pflanzen- und Tierwelt lautet das höchste Gebot. Außerdem gilt es, Privatgelände zu achten: Nur mit Einwilligung der Eigentümer darf auf diesen Gebieten campiert werden. Ebenfalls beim Angeln, Jagen, Feuerentzünden und in Naturschutzgebieten gibt es Einschränkungen. Die genauen Vorgaben für Norwegen gibt es hier. Für Schweden wurden hier elf Punkte zusammengestellt.

Die richtige Vorbereitung: An alles gedacht?

Grundsätzlich: Wer Erlebnisurlaub in der Natur machen möchte, tut das auf eigene Gefahr und sollte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Denn die Natur birgt selbst für erfahrene Trekking-Urlauber Risiken. In unwegsames Gelände sollten sich daher nur Urlauber mit fortgeschrittenem Outdoor-Wissen trauen, alle anderen bleiben lieber auf Campingplätzen oder in dichter besiedelten Gegenden. Es ist in jedem Fall ratsam, die Reiseroute bei daheimgebliebenen Freunden oder Verwandten zu hinterlegen und Notrufnummern mitzuführen. Ideen für die nächste Tour und weitere Tipps für das nächste Abenteuer gibt es zum Beispiel im Magazin "outdoor".

Kleidung und Ausrüstung: Das Wetter kann mitunter schnell umschlagen, Handyempfang ist möglicherweise auch nicht überall gegeben und ein Supermarkt ist gerade in den nördlichsten Gegenden nicht unbedingt um die Ecke. Da es auch in der Übergangszeit in Skandinavien schon sehr kalt werden kann, sind gute Zelte, Jacken, Schuhe und Schlafsäcke ein Muss – eine große Auswahl hält zum Beispiel Intersport bereit. Auf gutes Kartenmaterial – ergänzend zu modernen GPS-Geräten – und die regelmäßige Überprüfung der Wetterberichte sollte man ebenso wenig verzichten wie auf eine gute Vorbereitung auf die örtlichen Begebenheiten. Ein Kompass hilft auch ohne Strom bei der Orientierung und auch einer separaten Taschenlampe geht der Saft nicht so schnell aus wie einem Smartphone. Beides sollte man in jedem Fall in Ergänzung zum Mobiltelefon dabei haben, um den Akku für eventuelle Notrufe aufsparen zu können. Selbstverständlich gehören das nötigste Werkzeug, eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und genügend Proviant zum grundlegenden Equipment eines jeden Trekking-Urlaubers. Weitere wichtige Tipps gibt dieser Artikel.

Fitness: Bevor es in die Natur geht, sollte in jedem Fall intensiv in der Heimat trainiert werden. Ebenso ist es sinnvoll, daheim Tagesmärsche mit Gepäck zu absolvieren. Nur so kann festgestellt werden, in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet und ob man der geplanten Aufgabe wirklich gewachsen ist.


Bildrechte: Flickr Towards Vangen, Østmarka *saipal CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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