Unseriöse Schlüsseldienste im Fokus

Die Verbraucherzentrale Bayern hat aufgerufen, negative Erfahrungen mit Schlüsseldiensten zu melden. (Foto: Fotolia/Symbolbild)
Die Verbraucherzentrale Bayern mahnt 10 Firmen ab

REGION (pm/nf) - Die Verbraucherzentrale Bayern hat unseriöse Schlüsseldienste ins Visier genommen und Beschwerden von Verbrauchern ausgewertet. „Bei nahezu allen überprüften Unternehmen fanden sich unzulässige Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen“, berichtet Juliane von Behren, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Auch die in Rechnung gestellten Gesamtpreise waren nach Ansicht der Verbraucherschützerin in den meisten Fällen zu hoch.

Zehn Schlüsseldienstunternehmen hat die Verbraucherzentrale Bayern nun exemplarisch abgemahnt.


Im September rief die Verbraucherzentrale Bayern dazu auf, negative Erfahrungen mit Schlüsseldiensten zu melden. Daraufhin gingen innerhalb eines Monats 54 Beschwerden ein. Bei 24 Unternehmen stellten die Verbraucherschützer Verstöße fest. Besonders häufig fielen Klauseln auf, die die Beweislast zum Nachteil des Verbrauchers ändern. „Mit vorstehender Abrechnung bin ich einverstanden“, heißt es beispielsweise in den Geschäftsbedingungen. „Dass richtig abgerechnet wurde, muss jedoch nicht der Verbraucher beweisen, sondern das Unternehmen, das die Rechnung erstellt hat“, erklärt Juliane von Behren. Verwenden die Unternehmen weiterhin abgemahnte Klauseln, drohen ihnen empfindliche Vertragsstrafen.

Um erst gar nicht in eine Notsituation zu kommen, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern vorzusorgen. „Verbraucher sollten zum Beispiel einen Ersatzschlüssel bei einer Vertrauensperson hinterlegen. Das spart Zeit, Nerven und vor allem Geld“, so Juliane von Behren.

Weitere Tipps zu Schlüsseldiensten sind im Internet zu finden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de/schluesseldienste.
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