Kapitänsfrage vor Spiel gegen Serbien
Klopp muss Kimmichs Vertreter bestimmen
- Gnabry und Wirtz kamen unter Klopp bislang nur als Joker zum Einsatz.
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MÜNCHEN (dpa/ak) – Durch den Sonderurlaub für Joshua Kimmich steht Jürgen Klopp vor einer weiteren Entscheidung. Der Bundestrainer hat noch nicht festgelegt, wer die Nationalmannschaft in den Nations-League-Partien gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) und Griechenland am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) als Kapitän anführt. Kimmich fehlt in beiden Begegnungen, ebenso wie sein bisheriger Stellvertreter Kai Havertz, der wegen einer Muskelverletzung nicht zur Verfügung steht. Antonio Rüdiger, lange zweite Option für die Binde, hat seine DFB-Karriere nach der WM beendet.
Klopp selbst wirkte zuletzt entspannt. Er habe „keine Sekunde drüber nachgedacht“, sagte er bei der Vorstellung seiner beiden Kader. Doch die Frage drängt, denn im aktuellen Aufgebot gibt es keinen Spieler, der die Kapitänsbinde bereits getragen hat.
Serge Gnabry wäre nach früheren Gepflogenheiten der logische Kandidat. Mit 61 Länderspielen ist er der erfahrenste Akteur im Kader. Allerdings befindet sich der Münchner nach einer Muskelverletzung noch im Aufbau und kam unter Klopp bislang nur als Joker zum Einsatz. Das spricht gegen eine Beförderung für das Spiel am Donnerstag in München.
Florian Wirtz folgt mit 46 Einsätzen. Trotz seiner beeindruckenden Bilanz gilt der 23‑Jährige nicht als klassischer Führungsspieler. Klopp hatte erst vor wenigen Tagen beschrieben, wie sehr Wirtz unter den Erwartungen in Liverpool gelitten habe. Eine zusätzliche Bürde könnte ihn eher hemmen.
- David Raum ist Kapitän bei RB Leipzig. (Archivbild)
- Foto: Jan Woitas/dpa
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David Raum, 39 Länderspiele, bringt dagegen ein klares Führungsprofil mit. Bei RB Leipzig trägt er die Binde bereits, ohne zusätzlichen Druck zu verspüren. Sollte Klopp auf ihn als linken Außenverteidiger setzen, wäre die Kapitänsrolle eine naheliegende Option.
- Der Dortmunder Schlotterbeck ist ein Führungsspieler im DFB-Team. (Archivbild)
- Foto: Federico Gambarini/dpa
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Auch Nico Schlotterbeck steht im Kreis der möglichen Nachfolger. Der Dortmunder hat 30 Einsätze für Deutschland und bewies schon im Verein Führungsqualitäten. Nach seiner schweren Verletzung bei der WM blieb er beim Team und rückte in der DFB-Hierarchie weiter nach oben. Für ihn wäre die Binde eher Ansporn als Belastung.
Wer am Ende die Mannschaft aufs Feld führt, bleibt offen. Klar ist nur: Klopp muss eine neue Stimme finden, die die Nationalelf durch die kommenden Aufgaben trägt.
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