Schirnaidel – Kleiner Ort mit großer Kirche

Mitglieder und Freunde des Männerkreises Don Bosco Forchheim vor der Barockkirche St. Johannes der Täufer in Schirnaidel.
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  • Mitglieder und Freunde des Männerkreises Don Bosco Forchheim vor der Barockkirche St. Johannes der Täufer in Schirnaidel.
  • Foto: Eduard Nöth
  • hochgeladen von Roland Rosenbauer

EGGOLSHEIM (en/rr) - Viele Mitglieder und Freunde des Männerkreises Don Bosco Forchheim, die zum ersten Mal nach Schirnaidel, einem Ortsteil von Eggolsheim, kamen, waren sichtlich erstaunt und mehr als überrascht, welches Kleinod dieser 80 Einwohner starke Ort mit der wunderschönen Barockkirche St. Johannes der Täufer in sich birgt.

Die Rektorin im Ruhestand, Magdalena Rhegenzani, eine gebürtige Schirnaidlerin, begrüßte die Forchheimer Gruppe und erläuterte bei einer kurzweiligen Kirchenführung die Entstehung sowie die reichhaltige Ausstattung dieses Gotteshauses. Zu verdanken sei der Bau dem Schirnaidler Bürger Johann Georg Pfister, der als fürstbischöflicher Kanzlist in Bamberg tätig war, und durch Heirat zu großem Vermögen kam.

Der zugrunde liegende Bauplan stammt, so Magdalena Rhegenzani, vermutlich vom Bamberger Architekten Johann Dientzenhofer (1663-1726 ). Geweiht wurde die Kirche am Johanni-Tag 1720 durch den Bamberger Weihbischof Johann Werner Schnatz, so dass der Ort 2020 den 300. Weihetag begehen kann.

Reichtum des fränkischen Barocks

Am Hauptportal ist das Wappenrelief des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn angebracht. Die Steinfiguren der Hl. Margareta, der Hl. Katharina und die Figur des Kirchenpatrons befinden sich am Giebel der Fassade und sind allesamt von Leonhard Gollwitzer geschaffen. Tief beeindruckt zeigte sich die Gruppe beim Betreten des Kircheninneren: Der Hochaltar mit dem Altarblatt, das die Taufe Jesu durch Johannes zeigt, und die beiden Seitenaltäre, die in Stil und Form identisch sind, zeugen vom Reichtum des fränkischen Barocks.

Der linke Seitenaltar, zeigt die Muttergottes mit Kind, der rechte Altar die Heilige Katharina flankiert von den beiden Heiligen Martin und Georg.

Magdalena Rhegenzani bezeichnete auch die die vierzehn Nothelfer, die etwas ungewohnt als Einzelfiguren in Nischen an den Chor- und Seitenwänden stehen, als einmalig, ebenso den vom Ebermannstädte Friedrich Theiler um das Jahr 1800 geschnitzten Heiligen Wendelin, der gegenüber der Kanzel angebracht ist.

Eduard Nöth, der Erste Vorsitzende Männerkreises Don Bosco, danke der früheren Grundschulrektorin von Reuth für die eindrucksvolle Führung, die vielen Besuchern den Blick auf den Reichtum an Kirchen in unserer fränkischen Heimat verdeutlichte.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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