Roths größte Infrastrukturmaßnahme
Bei einer Baustellenführung gibt Stadtrat Einblicke

Auch das neue Maschinengebäude wurde von Ingenieur Thomas Hinz gezeigt.  | Foto: Stadt Roth
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Wie schreitet der Ausbau der Rother Kläranlage voran? Welche Bauwerke entstehen derzeit und welche technischen Herausforderungen sind bereits bewältigt? Antworten auf diese Fragen erhielten die Mitglieder des Rother Stadtrates bei einer Baustellenführung auf dem Gelände der Kläranlage im Büchenbacher Weg. Eingeladen hatte Stadtbaumeister Wolfgang Baier, der die Mitglieder des Stadtrats zunächst begrüßte und in die Bedeutung des Großprojekts einführte.

Anschließend führten die Ingenieure des beauftragten Büros Resch Ingenieure, Thomas Hitz und Regine Schatz die Teilnehmer*innen über das weitläufige Baustellengelände und gaben einen umfassenden Überblick über den aktuellen Baufortschritt. Im Mittelpunkt standen dabei die künftige dritte biologische Reinigungsstufe sowie die dazugehörigen Bauwerke, mit denen die Kläranlage fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht wird.

Während des Rundgangs konnten die Stadtratsmitglieder einen Blick in die beiden neu entstehenden Nachklärbecken sowie in das Kaskadenbelebungsbecken mit sechs Kammern werfen. Gleichzeitig erläuterten die Projektverantwortlichen anschaulich den Ablauf der biologischen Abwasserreinigung und zeigten auf, welche Funktion die einzelnen Bauwerke künftig im Reinigungsprozess übernehmen.

Auch die Dimensionen der Baumaßnahme wurden deutlich: Rund 25.000 Kubikmeter Erdreich mussten allein für die große Hauptbaugrube bewegt werden. Die rund 4.700 Quadratmeter große Dichtwand um diese Baugrube, die von der Arbeitsgemeinschaft Reithelshöfer / Bauer hergestellt wurde, sorgt dafür, dass während der Bauarbeiten möglichst wenig Grundwasser abgepumpt werden muss. Bereits rund 900 Lkw-Fahrten waren notwendig, um Material und Baustoffe anzuliefern, beziehungsweise Erdaushub abzutransportieren.

„Wer die Baustelle heute sieht, erkennt, welche Größenordnung dieses Projekt hat. Viele der aufwendigen Arbeiten finden im Verborgenen statt und sind später kaum noch sichtbar. Gerade deshalb ist es wichtig, den Stadtrat über den Baufortschritt zu informieren und die technischen Zusammenhänge vor Ort zu erläutern“, erklärte Stadtbaumeister Wolfgang Baier seine Intention, die Stadträte über das Gelände zu führen.

Auch wirtschaftlich befindet sich das Projekt auf Kurs. Von den insgesamt rund 37 Millionen Euro Investitionsvolumen wurden bislang etwa 11 Millionen Euro verbaut. Die verbleibenden Mittel sind für die noch ausstehenden 24 Bau- und Ausrüstungslose vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen erweiterten Anlagen ist für Mitte 2027 und die Fertigstellung des Gesamtprojektes für Ende 2028 geplant.

„Mit jedem abgeschlossenen Bauabschnitt kommen wir unserem Ziel näher, die Kläranlage langfristig auf die Anforderungen der kommenden Jahrzehnte auszurichten. Die Erweiterung schafft die notwendige Kapazität für das prognostizierte Bevölkerungswachstum und gewährleistet auch künftig eine sichere und leistungsfähige Abwasserreinigung für Roth und die angeschlossenen Kommunen“, so Projektleiter Christian Arnold. Den Abschluss der Baustellenführung bildete eine Besichtigung der Schlammentwässerungsanlage und eine Probenentnahme im laufenden Betrieb der Kläranlage.

Die Erweiterung der Kläranlage zählt zu den größten Infrastrukturprojekten der Stadt Roth. Nachdem bereits Ende 2024 Rodungsarbeiten und ökologische Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt worden waren, wurde das Gesamtprojekt Anfang 2025 genehmigt und befindet sich seither in der baulichen Umsetzung. Mit der zusätzlichen biologischen Reinigungsstufe wird die Anlage an die steigenden Anforderungen angepasst. Hintergrund sind unter anderem die erwartete Einwohnerentwicklung sowie neue Wohngebiete und Großprojekte wie die Erweiterung der Rother Kreisklinik oder der Neubau der Offizierschule in der Otto-Lilienthal-Kaserne.

Auch das neue Maschinengebäude wurde von Ingenieur Thomas Hinz gezeigt.  | Foto: Stadt Roth
Neu gebaut wurden unter anderem zwei Nachklärbecken, die neben weiteren Bauten Teil der neuen biologischen Reinigungsstufe sein werden. | Foto: Stadt Roth
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Stadt Roth aus Landkreis Roth

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