Neues aus der Stadt Roth
Ein Stück wertvolle Erinnerungskultur

Das Archivbild zeigt die Bäckerei Lades in der Hilpoltsteiner Straße 11 in den 1950er-Jahren. Elsbeth Lades (Bild Mitte), hier mit Onkel und Tante aus Thalmässing, führte das Geschäft nach dem frühen Tod Ihres Mannes noch Jahrzehnte weiter. Vor kurzem ist die Mutter von drei Töchtern im gesegneten Alter von 100 Jahren verstorben. | Foto: Fotorepro Hans Pühn
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  • Das Archivbild zeigt die Bäckerei Lades in der Hilpoltsteiner Straße 11 in den 1950er-Jahren. Elsbeth Lades (Bild Mitte), hier mit Onkel und Tante aus Thalmässing, führte das Geschäft nach dem frühen Tod Ihres Mannes noch Jahrzehnte weiter. Vor kurzem ist die Mutter von drei Töchtern im gesegneten Alter von 100 Jahren verstorben.
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Im Amtszimmer von Bürgermeister Andreas Buckreus wurde jüngst ein besonderes Werk vorgestellt: Das Buch „Warten auf Heiner“, herausgegeben vom Verlag des Stadtarchivs Roth, dokumentiert ein bewegendes Kapitel der Stadtgeschichte – eingebettet in die Lebenswelt einer Rother Familie.

Stadtarchivar Guido Schmid und Autor Hans Pühn überreichten dem Bürgermeister Andreas Buckreus persönlich das druckfrische Buch „Warten auf Heiner“. Pühn, langjähriger Journalist und Autor, beschreibt sein Werk als „ein Brennglas“, das die Geschichte der fünf Kiesel-Geschwister beleuchtet. Dabei verarbeitet er seine eigene Familiengeschichte – ein Projekt, das auf jahrelanger Recherche und intensiven Gesprächen mit seiner Tante Elsbeth Lades basiert, die erst vor Kurzem im stolzen Alter von 100 Jahren verstarb.

Das Buch spannt den historischen Bogen vom Ersten Weltkrieg bis in die ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts. Im Zentrum steht das Schicksal des jungen Heiner, der im Fliegerhorst ausgebildet und im Zweiten Weltkrieg in die Normandie geschickt wurde. Nur zwei Tage nach seiner Ankunft galt er als vermisst – ein tragischer Höhepunkt, der leise durch die Seiten begleitet.

Doch „Warten auf Heiner“ ist mehr als ein Kriegsdrama. Es geht um Geschichten, die das Leben schreibt. Es erzählt davon, wie man gemeinsam am Familientisch gesessen hat und in einer Gesellschaft leben musste, die durch kontroverse Wertevorstellungen und politische Gesinnungen geprägt war, sie erzählt von Kriegsheimkehrern, Zurückgebliebenen und Neuanfängen. „Kurzum, es geht um die Familiengeschichte im Milieu einfacher Leute, die über all die Jahre hinweg den Wohlstand der Stadt erwirtschaftet haben“ sagt Stadtarchivar Guido Schmid, der das inzwischen dritte Buch von Pühns insgesamt Werken im Verlag vom Stadtarchiv veröffentlicht hat. Seine Beweggründe definiert er klar: „Das Stadtarchiv hat die Aufgabe, die Stadtgeschichte zu bewahren, materiell mit Gegenständen aus den unterschiedlichsten Epochen, aber auch immateriell in Form von Erinnerungen, die in „Warten auf Heiner“ festgehalten werden.“

Auch Bürgermeister Buckreus zeigt sich beeindruckt: „Menschen wie Hans Pühn sind ein Glücksfall für unsere Stadt. Sie sammeln, erzählen und bewahren – und lassen uns durch ihre Geschichten mit am Küchentisch Platz nehmen.“

Das Hardcover-Buch mit broschiertem Schutzumschlag ist im lokalen Buchhandel, in der Tourist-Information, im Museum Schloss Ratibor erhältlich sowie in der Stadtbücherei Roth ausleihbar.

Das Archivbild zeigt die Bäckerei Lades in der Hilpoltsteiner Straße 11 in den 1950er-Jahren. Elsbeth Lades (Bild Mitte), hier mit Onkel und Tante aus Thalmässing, führte das Geschäft nach dem frühen Tod Ihres Mannes noch Jahrzehnte weiter. Vor kurzem ist die Mutter von drei Töchtern im gesegneten Alter von 100 Jahren verstorben. | Foto: Fotorepro Hans Pühn
Autor Hans Pühn (links) und Museumsleiter sowie Stadtarchivar Guido Schmid (rechts) übergaben dem Bürgermeister Andreas Buckreus ein druckfrisches Exemplar von „Warten auf Heiner“ im Rother Rathaus.  | Foto: Stadt Roth
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Stadt Roth aus Landkreis Roth

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