Neues aus der Stadt Roth
Enthüllung der restaurierten Brauerei-Stelen
- Die restaurierten Brauerei-Stelen schmücken nun die Grünfläche am Ortseingang von Kauernhofen. Von links: Steinmetz- und Bildhauermeister Herbert Weißmüller sowie Restauratorin Swenja Simon-Huf, Roths Erster Bürgermeister Andreas Buckreus, Werner Tapprich (fruheres Mitglied des Stadtrates) und Jens Titze (Vorsitzender der Eigentümergemeinschaft der Wohnungen auf dem ehemaligen Areal der Stadtbrauerei Roth).
- Foto: Stadt Roth
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Kurz vor dem offiziellen Startschuss zur Rother Kirchweih wurden am Freitag, dem 8. August 2025, die historischen Brauereistelen der ehemaligen Rother Stadtbrauerei feierlich in Kauernhofen enthüllt.
25 Gäste, Projektbeteiligte und Politiker*innen kamen zusammen, um die Stelen zu enthüllen, die einst das imposante Eingangstor der kommunalen Brauerei zierten und nun neben der Bahnhofstraße direkt am Ortseingang von Kauernhofen stehen.
Die aufwändige Restaurierung der beiden Steinobjekte erfolgte durch Steinmetz- und Bildhauermeister Herbert Weißmüller sowie Restauratorin Swenja Simon-Huf. Beide Kunsthandwerker haben mit großer Sorgfalt die verblassten Inschriften und Reliefs wieder zum Vorschein gebracht. Mithilfe des Erbes der 1992 verstorbenen Margarete Schneider, die sich für Kultur- und Denkmalpflege einsetzte, erfolgte die Finanzierung des Projektes.
Bei der Einweihung dankte der Bürgermeister allen Beteiligten für ihren Einsatz. Der Bauhof hatte in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei kurz vor der offiziellen Einweihung nicht nur die Stelen selbst gesetzt, sondern auch das Ortseingangsschild von Kauernhofen ausgetauscht. „Mit den restaurierten Stelen am Ortseingang von Kauernhofen wird die Erinnerung an die lange Brautradition der Stadt Roth wachgehalten.“ ist sich Roths Erster Bürgermeister Andreas Buckreus sicher.
Historischer Hintergrund der Rother Stadtbrauerei
- Im Mittelalter verfügten zahlreiche Gasthöfe am Rother Marktplatz über eine „Brauereigerechtigkeit“ – das Privileg, Bier zu brauen und auszuschenken.
- 1872 erwarb Georg Valentin aus Rothenburg den Gasthof „Goldener Schwan“ und begründete dort eine erfolgreiche Brauerei.
- Anfang des 20. Jahrhunderts verlegte man den Betrieb in größere Hallen nach Kauernhofen und erweiterte die Produktion.
- Weitere Brauereien wurden sukzessive übernommen, sodass Leonhard Valentin nach dem Ersten Weltkrieg alleiniger Brauereibesitzer in Roth war
- Die Inflation und ein gescheiterter Kooperationsversuch mit der Nürnberger Großbrauerei Lederer führten zur vorübergehenden Betriebseinstellung.
- 1924 erwarb die Stadt Roth auf Initiative des Stadtrats und Alt-Bürgermeisters Robert Groß die Brauerei und führte sie als kommunales Unternehmen weiter.
- Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Brauerei mit über 70 Mitarbeitenden in Kauernhofen ihre Blütezeit und erzielte viele Jahre solide Gewinne.
- In den 1990er-Jahren verschärfte sich der Wettbewerb für mittelständische Brauereien, sodass 1993 die Ära Wagner-Valentin endete.
- 2007 verkaufte die Stadt den Brauereikomplex an die Eichstätter Privatbrauerei Hofmühl
- Bis 2009 diente ein Teil des Geländes noch als Lager, dann erfolgte der Abriss. Heute befindet sich auf dem Areal ein modernes Wohnensemble mit 50 Eigentumswohnungen.
Autor:Stadt Roth aus Landkreis Roth |
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