Neues aus der Stadt Roth
Roth feiert Vielfalt und Zusammenhalt
- Zum Abschluss des Straßenfestes wurde mit „Ein Hoch auf uns“ eine Ode an die Gemeinschaft gesungen.
- Foto: Jan van Geldern
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Mit einem bunten „Straßenfest der Gerechtigkeit“ fand am vergangenen Samstag im Rother Stadtgarten die Roadshow der „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ ihren offiziellen Abschluss. Bei sommerlichem Wetter feierten rund 1.500 Besucher*innen ein Fest des Miteinanders, der Toleranz und der gelebten Demokratie. Zahlreiche Mitmachaktionen, Bühnenauftritte, Informationsstände und Begegnungen verwandelten den Stadtgarten damit in einen lebendigen Treffpunkt.
„Das heutige Straßenfest soll zeigen, dass Werte wie Respekt, Gleichberechtigung und Solidarität in Roth nicht nur Worte sind, sondern tagtäglich gelebt werden“, sagte Bürgermeister Andreas Buckreus in seiner Begrüßungsrede. „Ich freue mich besonders darüber, wie viele Vereine, Einrichtungen, und Unternehmen dazu beigetragen haben, ein Fest für alle Generationen auf die Beine zu stellen.“
Die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ wurden Ende 2024 mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Roth-Schwabach angeschafft. Nach ersten Einsätzen bei verschiedenen Veranstaltungen hatte der Stadtmarketing-Beauftragte Mark Bartholl die Idee für eine Roadshow, die seit Juni 2025 an insgesamt 23 Standorten im gesamten Stadtgebiet Station machte. Die farbenfrohen Schilder dienten dabei als niedrigschwelliger Gesprächsanlass, um demokratische Werte wie Gleichberechtigung, Akzeptanz und gegenseitigen Respekt altersgerecht zu vermitteln. Gerade in den Kindertageseinrichtungen wurden sie in den pädagogischen Alltag integriert und halfen dabei, Themen wie Vielfalt und Toleranz spielerisch zu vermitteln.
„Die Verkehrsschilder sind für uns weit mehr als eine Ausstellung“, erklärte Bartholl. „Sie sollten Wegweiser für Gespräche, Begegnungen und neue Perspektiven sein. Das wurde in den letzten Monaten wirklich gut angenommen. Auch wenn die Roadshow heute offiziell endet, haben wir noch einige Anfrage offen. Die Schilder werden auch nach dem heutigen Fest noch im Umlauf sein, bevor sie 2027 an festen Standorten dauerhaft ins Stadtbild integriert werden.“
Insgesamt präsentierten sich 22 Einrichtungen, Vereine und Unternehmen im Stadtgarten. Mit dabei waren unter anderem der AWO-Ortsverband Roth e. V. mit acht Einrichtungen des AWO-Ortsverbandes Roth e. V., die ihr Sommerfest am Straßenfest der Gerechtigkeit feierten. Außerdem nahmen viele weitere teil: Roth ist Bunt, Demokratie leben!, Regens Wagner, „3 für Demokratie“ – ein Zusammenschluss des Evangelischen Bildungswerks Schwabach, der Katholischen Erwachsenenbildung Roth-Schwabach und der Volkshochschule im Landkreis Roth –, der Helferkreis Asyl & Integration, das Staatliche Berufliche Schulzentrum Roth, die Sparkassenstiftung Roth-Schwabach, die Firma Circutec, die Tourist-Information der Stadt Roth sowie die Klimaschutzmanagerin der Stadt Roth. An deren „Klimawünschebaum“ konnten Gäste eigene Ideen und Wünsche für ein nachhaltigeres Roth einbringen, während sie sich am Stand der Tourist-Information am „heißen Draht“ versuchen durften.
Auch das Bühnenprogramm spiegelte die Vielfalt der Veranstaltung wider. Die „Rockenden Socken“ der AWO-Mittagsbetreuung an der Grundschule Gartenstraße begeisterten ebenso wie der Gebärdenchor und die Hip-Hop-Tanzgruppe von Regens Wagner sowie der Line Dance aus dem AWO-Hort Bärenhöhle. Für die Kinder gab es zahlreiche Mitmachangebote – vom Kinderschminken über das Sammeln von Mineralien bis hin zu einer Märchenerzählerin, die in ihrem Zelt frei Geschichten vortrug. Der Wasserspielplatz im Stadtgarten sorgte zusätzlich für eine willkommene Abkühlung.
Den emotionalen Schlusspunkt setzte ein gemeinsamer Flashmob der AWO-Einrichtungen. Mit dem Lied „Ein Hoch auf uns“ luden sie alle Anwesenden zum Mitsingen ein – ein bewegender Moment, der den Geist des Tages noch einmal eindrucksvoll widerspiegelte.
Für das leibliche Wohl sorgten Foodtrucks, Getränkestände und ein umfassendes Kuchenangebot an den Ständen der beteiligten Einrichtungen. Unter den Gästen befanden sich neben zahlreichen Bürger*innen auch viele Mitglieder des Rother Stadtrats sowie die stellvertretende Landrätin.
Der Künstler Volkmann, der die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ entworfen hat, konnte aus persönlichen Gründen leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Sein Projekt hat die vergangenen Monate dennoch nachhaltig geprägt und in vielen Einrichtungen wertvolle Impulse für Austausch, Offenheit und ein respektvolles Miteinander gesetzt.
Autor:Stadt Roth aus Landkreis Roth |
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