Erinnerung an Nürnberger Gesetze
Gedenkstelen in neuer AOK-Passage eingeweiht

BU: Weihten gemeinsam die Gedenkstelen in der neuen AOK-Passage ein (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Marcus König, Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg IKGN, Serenada Schneeberger, Vorstandsmitglied Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V., Jürgen Göppner, Vorsitzender des Direktionsbeirates – Vertreter der Versicherten, Prof. Dr. med. Hannes Wandt, Vorstand der IPPNW Regionalgruppe Nürnberg, Fürth, Erlangen, Horst Leitner, Direktor der AOK in Mittelfranken und Christoph Popp, Künstler und Gestalter der Gedenkstelen.
  • BU: Weihten gemeinsam die Gedenkstelen in der neuen AOK-Passage ein (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Marcus König, Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg IKGN, Serenada Schneeberger, Vorstandsmitglied Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V., Jürgen Göppner, Vorsitzender des Direktionsbeirates – Vertreter der Versicherten, Prof. Dr. med. Hannes Wandt, Vorstand der IPPNW Regionalgruppe Nürnberg, Fürth, Erlangen, Horst Leitner, Direktor der AOK in Mittelfranken und Christoph Popp, Künstler und Gestalter der Gedenkstelen.
  • Foto: Foto: AOK
  • hochgeladen von Barbara Rögner

Vor 15 Jahren wurden die Informations- und Gedenkstelen zur Erinnerung an die Verabschiedung der Nürnberger Gesetze im damaligen Gebäude des Industrie- und Kulturvereins neben der AOK in Nürnberg errichtet. Nach kurzzeitigem Abbau während der Bauphase des neuen Kundencenters wurden diese nun in der AOK-Passage erneut aufgestellt. Mit der Einweihung der Gedenkstelen an ihrem neuen Standort setzten die Vertreter*innen der Stadt Nürnberg, der AOK-Direktion Mittelfranken, der IPPNW Regionalgruppe Nürnberg/Fürth/Erlangen, des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V. und der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, am 22. Juli 2021 gemeinsam ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus. „Mit den sogenannten Nürnberger Gesetzen und ihren Ausführungsbestimmungen haben die Nationalsozialisten die menschenverachtende Grundlage zur vollständigen Entrechtung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger und anderer Bevölkerungsgruppen geschaffen. Mehr noch: Dieses Unrecht, das mit dem Namen unserer Stadt verbunden ist, hat den mörderischen Weg in die Shoah mit über sechs Millionen Opfern geebnet. Daran zu erinnern, ist unsere Verpflichtung. Die Stelen, die wir hier wieder aufstellen, mahnen uns, dass so etwas nie wieder passieren darf“, so Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Am Abend des 15. September 1935 wurden im Rahmen des 7. Reichsparteitages der NSDAP die Nürnberger Rassengesetze verabschiedet. Sie waren ein entscheidender, trauriger Schritt auf dem Weg der Verdrängung der Juden aus Gesellschaft und Wirtschaft, ihrer Enteignung und schließlich der Ermordung und Deportation. Von den Rassegesetzen betroffen waren ab 1936 auch Sinti, Roma und People of Color.
„Mit der erneuten Aufstellung der Gedenkstelen an prominenter Stelle am Frauentorgraben 49 wird an die historische Bedeutung des Standortes und die verheerenden Folgen der Nürnberger Gesetze erinnert“, so Jürgen Göppner, versichertenseitiger Beiratsvorsitzender der AOK in Mittelfranken. „Damit zeigen wir wie wichtig es ist, konsequent und entschieden für die Menschenrechte einzutreten.“

Gedenkstelen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert
Die Gedenkstelen wurden ursprünglich im Jahr 2005 durch die Nürnberger Gruppe der IPPNW anlässlich des 70. Jahrestages der Nürnberger Gesetze angeregt. Die AOK Bayern hat das Vorhaben von Beginn an aktiv unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg einigte man sich damals darauf, für die Informations- und Gedenktafeln vor dem AOK-Gebäude die Gestaltung des Informationssystems auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände zu übernehmen.

Neuer präsenter Standort
Der AOK Bayern war es ein wichtiges Anliegen, dass die Gedenkstelen nach Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes wieder einen neuen, repräsentativen Standort – als dauerhaften Erinnerungsort – erhalten. In der AOK-Passage als frei zugängliche Zone mit ‚grünen Inseln‘ sind die Stelen nun in das öffentliche Leben integriert.

Autor:

Barbara Rögner aus Mittelfranken

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