Gold, Weihrauch und Myrrhe: Sonderausstellung im Botanischen Garten

Foto: Katrin Simon

ERLANGEN (pm/mue) - „... und sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe“ – unter diesem Motto steht aktuell eine Ausstellung im Gewächshauseingang des Botanischen Gartens (Loschgestr. 1), die noch bis zum 29. Januar jeweils Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 15.30 Uhr geöffnet ist.


Weihrauch und Myrrhe zählen zu den bedeutendsten Harzen des Altertums; diesen Winter können Besucher des Botanischen Gartens der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die zahlreichen botanischen und kulturellen Besonderheiten von pflanzlichen Harzen und Räucherstoffen entdecken. Entzündet man kleinere Harzstücke, so steigt ein allgemein bekannter Geruch in die Luft, den viele Menschen eng mit der Kirche und dem Dreikönigstag verbinden. Immerhin galten die Harze schon in der Antike aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe als bedeutende pflanzliche Heilmittel – ihre desinfizierende und antibakterielle Wirkung wurde als Wundreinigungsmittel oder bei Entzündungen geschätzt. Parallel kam dem psychoaktiven Effekt, den der Rauch des entzündeten Harzes auf die Wahrnehmung und das Bewußtsein vieler Menschen ausübt, eine wichtige Bedeutung zu. Dem aromatischen Geruch wurden magische Eigenschaften zugeschrieben, weshalb er oft Gottheiten oder Religionen zugeordnet wurde.

In der Weihnachtszeit kann man sich nun im Eingang zu den Gewächshäusern auf die Spuren der heiligen drei Könige begeben und erkennen, warum das Harz von Weihrauch und Myrrhe zu den größten Schätzen der Antike gehörte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.