SPD will lokales Bündnis für den Industriestandort

Industrie 4.0 und Digitalisierung in Nürnberg

NÜRNBERG (pm/nf) - Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. „Das ist der große Trend, vor dem wir in der Branche stehen“, weiß SPD-Stadtrat Harald Dix. „Welche konkreten Auswirkungen das auf die einzelnen Betriebe haben wird, wissen wir noch nicht. Aber es wird auf jeden Fall einen spürbaren Umbruch geben.“


Das städtische Wirtschaftsreferat hat im Auftrag des Stadtrats eine Studie „Produktionsstandort Nürnberg 4.0 - Industriebranchen im Zeichen der Digitalisierung“ zu den lokalen Ausgangsbedingungen und Herausforderungen dieser Entwicklung erstellen lassen. „Diese Entwicklung ist mit Chancen und Risiken für den Industriestandort Nürnberg verbunden“, meint der Nürnberger SPD-Vorsitzende und Stadtrat Thorsten Brehm. „Das gilt nicht nur für die Unternehmen, sondern auch die Arbeitnehmer. Die Zukunft der industriellen Facharbeit ist ungewiss. Für Höherqualifizierte tun sich erhebliche Beschäftigungsperspektiven auf, wenn sie sich auf die neuen Qualifikations- und Flexibilitätsanforderungen einlassen. Für Geringqualifizierte oder Langzeitarbeitslose wird es dagegen auf dem Arbeitsmarkt absehbar schwerer werden.“

Dix und Brehm plädieren deswegen nach dem Vorbild der bundesweiten „Plattform Industrie 4.0“ für ein lokales Bündnis, in dem Politik, Unternehmen, Wissenschaft aber eben auch Gewerkschaften gemeinsam Handlungsansätze erarbeiten, um die positiven Szenarien einer künftigen digitalen Arbeitswelt Realität werden zu lassen. „Wir erinnern zudem daran, dass wir bereits 2012 gefordert haben zusammen mit den lokalen Akteuren ein ‚Leitbild Industrie‘ für den Standort zu erarbeiten, in dem die unterschiedlichen Ansätze zusammengeführt werden“, so die beiden SPD-Politiker. „Es wäre wünschenswert, dass das Wirtschaftsreferat diesen Vorschlag endlich aufgreift.“
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