Trauer um Prof. Dr. Nikolaus Fiebiger

Prof. Dr. Nikolaus Fiebiger. Foto: FAU

ERLANGEN - Mit großer Trauer hat die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vom Tod ihres langjährigen Rektors und Präsidenten Prof. Dr. Nikolaus Fiebiger erfahren, der am 6. April im Alter von 91 Jahren verstorben ist.


Sein Amtsnachfolger, FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske hebt hervor: „Mit Nikolaus Fiebiger verliert die FAU eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten. Als Gründer der Technischen Fakultät hat er das Bild der Universität maßgeblich mitgeprägt und ein Fundament geschaffen, das uns heute einzigartige Chancen eröffnet – nicht zuletzt für die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Universität. Wir verdanken ihm unendlich viel.“

Die 25-jährige „Ära Fiebiger“ begann 1966, als der Physiker einem Ruf an die FAU folgte, deren Rektor er von 1969 bis 1972 war. Anschließend wirkte er als Prorektor und von 1975 bis kurz vor seiner Emeritierung im Jahr 1990 als ihr Präsident. Untrennbar mit seiner Amtszeit verbunden sind der Auf- und Ausbau der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität, die Ansiedlung der beiden Fraunhofer Institute am Standort Erlangen sowie der nach ihm benannte „Fiebiger-Plan“, der die Sicherung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zum Ziel hatte.

Für sein außerordentliches Engagement wurde Nikolaus Fiebiger mehrfach ausgezeichnet. So wurden ihm u.a. 1972 der Bayerische Verdienstorden und 1990 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen, im Jahre 1990 ernannte ihn die Stadt Erlangen zu ihrem Ehrenbürger. Ein Jahr später, 1991, erhielt er die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Bayerische Wirtschaft und die Europa-Medaille des Staates Bayern sowie 1993 die Helmut-Volz-Medaille, die von der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg vergeben wird. Zum 15-jährigen Jubiläum des Instituts für Fertigungstechnik, des heutigen Instituts für Maschinenbau, verlieh ihm die Technische Fakultät 1997 die Ehrendoktorwürde. Das Nikolaus-Fiebiger-Zentrum für Molekulare Medizin, das Klinisch-Molekularbiologische Forschungszentrum der Universität, ist seit 2001 nach ihm benannt. Im Jahre 2002 wurde Nikolaus Fiebiger Ehrenmitglied der Fraunhofer Gesellschaft, 2005 schließlich wurde er mit der Fraunhofer-Medaille gewürdigt.
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