Nur fünf Mal „gut“: Winterreifen im Test

Wenn der Winter richtig hereinbricht ...
 
... geht ohne verlässliche Reifen in den allermeisten Fällen reinweg nichts mehr. Fotos (2): Auto-Medienportal.Net/ADAC

(ampnet) - Der ADAC und die Stiftung Warentest haben 35 Winterreifenmodelle in den Größen 205/55 R16H (Kompaktklasse, zum Beispiel VW Golf) und 165/70 R14T (Kleinwagen, zum Beispiel VW Polo) getestet.


Besonders ausgewogen und auf hohem Niveau sind bei den Winterreifen für Kleinwagen der Goodyear Ultra Grip 9 und der Michelin Alpin A4, die beide mit der Gesamtnote 2,2 („gut“) bewertet werden. Der Goodyear erreicht die Bestnote bei Nässe und verursacht einen geringen Spritverbrauch, der Michelin erzielt in puncto Verschleiß die höchste Laufleistung. Mit der Gesamtnote 2,3 („gut“) hat außerdem der Dunlop Winter Response 2 abgeschnitten, der Bestnoten auf Schnee und Eis sowie beim Spritverbrauch erzielte. Bei den Winterreifen für Kompaktfahrzeuge hat der Continental Conti Winter Contact TS 850 die Gesamtnote 2,0 („gut“) bekommen – er erzielte Bestnoten bei Nässe, Schnee und beim Verschleiß. Ebenfalls mit „gut“ bewertet (Gesamtnote: 2,4) wurde der Yokohama W.drive V905 mit Bestnote auf trockener Fahrbahn.

Auch im „Mittelfeld“ kann man fündig werden

25 Reifen schnitten mit dem Urteil „befriedigend“ ab; sie wurden wegen Schwächen in einzelnen Kategorien im Gesamturteil abgewertet. Bei der größeren Dimension leisten sich der Goodyear Ultra Grip 9, der Barum Polaris 3, der Michelin Alpin 5, der Semperit Speed-Grip 2 und der Viking Snow Tech II diese Abwertungen auf trockener Fahrbahn. Der Nokian WR D3, der Firestone Winterhawk 3, der Fulda Kristall Control HP, der BF Goodrich g-Force Winter, der Sava Eskimo HP, der Kumho WinterCraft WP51, der Kleber Krisalp HP2 und der Toyo Snowprox S953 wurden wegen ihres Verhaltens bei Nässe im Urteil heruntergestuft. Beim Fahrverhalten auf Eis zeigt der Bridgestone Blizzak LM 001 Schwächen, beim Verschleiß die Modelle Falken Eurowinter HS449 und Vredestein Snowtrac 5. In der Dimension für Kleinwagen wurde der Pirelli Winter Snowcontrol S2 auf trockener Fahrbahn abgewertet, die Modelle Fulda Kristall Montero 3, Barum Polaris 3 und Firestone Winterhawk 3 bei Nässe. Der Pneu Falken Eurowinter HS449 konnte die Tester bei Nässe und Schnee weniger überzeugen, der Bridgestone Blizzak LM 001 bei Nässe und Eis – diese Modelle mussten daher ebenfalls eine Abwertung hinnehmen. Auf Eis zeigten der Continental Conti WinterContact TS 850, der Uniroyal MS plus 77 sowie der Semperit Master-Grip 2 Schwächen.

Autofahrer, die ihre Fahrgewohnheiten kennen, können auch im großen Mittelfeld der mit „befriedigend“ bewerteten Reifen ein passendes Produkt für ihre Zwecke finden, stellt der ADAC fest. Pneus, die zum Beispiel etwas schwächer in den Kategorien Spritverbrauch oder Verschleiß abschneiden, eigenen sich dennoch gut für Zweit- oder Drittwagen, die auf kürzeren Strecken eingesetzt werden. Reifen mit leichten Schwächen bei Schnee und Eis können für Autofahrer interessant sein, die in schneearmen Regionen zu Hause sind oder die grundsätzlich nicht auf winterlichen Straßen fahren. Die Modelle aus dem Mittelfeld sind häufig deutlich günstiger als die Pneus, die in der Bewertung die Note „gut“ eingefahren haben. Das Urteil „ausreichend“ erhielt im Übrigen in der Dimension für Kleinwagen der Matador MP54 Sibir Snow, mit „mangelhaft“ wurden der Aeolus Snowace AW02, der Linglong Green-Max Winter HP und der Mentor M200 bewertet. In der Größe für Kompaktmodelle erhielt der Avon Ice Touring ST die Note „mangelhaft“. Alle diese Modelle wurden aufgrund von deutlichen Schwächen beim Verhalten bei Nässe abgewertet.
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