Lotto-Gewinn: Frauen sind ehrlicher als Männer

97 Prozent aller befragten Frauen würden ihrem Partner vom Lotto-Gewinn erzählen. (Foto: Fotolia)
 
(Foto: Quelle: Tipp24.com)
Repräsentative Umfrage von TNS Emnid untersucht Verhalten nach Millionengewinn

REGION (pm/nf) - Gute Nachrichten zum Valentinstag: Die Deutschen sind in der Mehrheit treu und ehrlich – sogar, wenn es um viel Geld geht. 94 Prozent aller Deutschen würden einen Lottogewinn in Höhe von 1 Million Euro nicht vor ihrem Partner verheimlichen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Online-Lotto-Anbieters Tipp24.com. Ein genauer Blick auf die Zahlen offenbart aber einige Unterschiede. So würden 97 Prozent aller befragten Frauen ihrem Partner vom Lotto-Gewinn erzählen. Bei den Männern sind es jedoch nur 90 Prozent. Jeder zehnte Mann ist sich nicht sicher, ob er seine Partnerin ins Vertrauen ziehen würde.


Je älter, desto verschwiegener

Für 95 Prozent aller Befragten im Alter von 40-49 Jahren ist klar: Bei einem so großen Lottogewinn erfährt die Partnerin oder der Partner davon. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind immerhin noch 92 Prozent dieser Meinung. Die über 60-Jährigen hingegen teilen offensichtlich nicht so gern: Hier sind nur noch 89 Prozent davon überzeugt, dass sie ihrem Lebensgefährten vom Millionengewinn erzählen würden.

Getrennt leben – getrennt gewinnen

Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß: Vor allem Paare, die nicht zusammenleben, erzählen sich nicht alles. Nur 82 Prozent der Befragten, die in Ein-Personen-Haushalten leben, würden einen Lottogewinn nicht verheimlichen. 7 Prozent würden dies tun, ganze 11 Prozent sind sich nicht sicher.

Geringes Einkommen, großer Vertrauensbruch

Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 1.000 bis 1.500 Euro im Monat behalten einen möglichen Gewinn eher geheim als Personen in hohen Einkommensklassen. Nur 88 Prozent der Befragten mit diesem Einkommen würde einen Gewinn nicht verschweigen. Auch beim Bildungsniveau zeigen sich Unterschiede: 96 Prozent der Befragten mit mittlerem und hohem Bildungsniveau teilen ihr Lottoglück mit der Partnerin oder dem Partner. Bei den Volks- und Hauptschul-Absolventen sind sich nur 90 Prozent ganz sicher.

Bayern verschwiegener als Norddeutsche und Berliner

Geht es um die Verschwiegenheit im Falle eines Lottogewinns, dann halten die Bayern am ehesten den Mund: Fast jeder Zehnte ist sich nicht sicher, ob er den Gewinn „beichten“ würde. Nur 91 Prozent verheimlichen den Gewinn definitiv nicht. Die Norddeutschen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen sowie die Berliner sind besonders ehrlich: Hier geben 99 Prozent an, dass Verheimlichen für sie nicht in Frage käme.

Der rechtliche Hintergrund: Scheidungstag ist Zahltag

Prinzipiell ist es – und zwar nicht nur moralisch – in Ordnung, den Gewinn zu verheimlichen. Trotzdem nützt es dem Gewinner wenig, ganz allein mit dem Geld herumzuprassen. Denn spätestens wenn die Ehefrau davon Wind bekommt und sich womöglich scheiden lassen will, ist Zahltag. Denn sollten die Partner keinen Ehevertrag geschlossen haben, wird am Ende der Ehe auf Antrag eines Ehepartners der Zugewinnausgleichsanspruch berechnet. Und: Der Anspruch kann bis drei Jahre nach Rechtskraft der Scheidung gestellt werden, erst dann tritt Verjährung ein.
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