Wachstum im Unternehmen: Wie Effizienz und Produktion zusammenfinden

Alte Anlagen werden dem unternehmerischen Wachstum nicht immer gerecht. (Quelle: jarmoluk (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
 
Eine genaue Planung der Räumlichkeiten erledigt am besten ein Fachmann. (Quelle: andreas160578 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

SERVICE (se/fi) - Ein Szenario, an das die meisten Startups in Deutschland noch lange nicht denken, wird in etablierten Betrieben immer wieder zur Herausforderung: Wächst das Unternehmen und gelangen die gebotenen Ressourcen an ihre Grenzen, folgt die Erweiterung bestehender Anlagen. Insbesondere im Bereich der Produktion sind dann großangelegtes Umdenken und sorgfältige Planung notwendig, denn nur ein rundum solides Projekt wird auch langfristig Vorteile bieten.

Wann der Neubau einer Produktionshalle sinnvoll sein kann

Unternehmen mit eigener Produktion werden stark von der individuellen Nachfrage beeinflusst. Steigt diese, so muss es auch in Hallen und an Anlagen möglich sein, das Pensum zu steigern. Hier gelangen Unternehmen schnell an einen Punkt, an dem die Erweiterung und Anpassung unter gegebenen Umständen nicht mehr möglich ist. Sowohl die Kapazitäten des Lagers sind jetzt ausgeschöpft als auch die Möglichkeiten der bereits installierten Anlagen. Spätestens dann wird es notwendig, über die Erweiterung der eigenen Produktionshalle oder auch einen vollkommenen Neubau nachzudenken. Gleiches gilt auch für mögliche Pläne, das eigene Angebot auszuweiten, wofür neue Anlagen integriert und aufgestellt werden müssen. Der zusätzliche Platzbedarf kann oft nur dann gedeckt werden, wenn neue Räume zur Verfügung stehen.

Manche Unternehmen entdecken die Notwendigkeit eines Neubaus jedoch erst spät und versuchen, sich mit Anmietungen und der Ausgliederung von Flächen zu behelfen. Dies jedoch sorgt für eine zu breite Streuung im unternehmerischen Alltag, was Wege verlängert und folglich sowohl Zeit als auch Geld frisst. Wer eine neue Produktionshalle – eventuell mit neuen Lagerflächen – plant, kann eine zentralere Lösung realisieren und mehr Effizienz schaffen.

Vor dem Bau einer Produktionshalle ist eine detaillierte und zukunftsgerichtete Planung notwendig. Unternehmer sollten nicht nur Platz für den aktuell gestiegenen Bedarf schaffen, sondern auch an mögliche Veränderungen in der Zukunft denken. Ist beispielsweise die Erweiterung des Sortiments in einigen Jahren geplant, verändert sich ds Logistik-Konzept in der Zukunft oder ist die Anschaffung neuer und größerer Anlagen in Planung, so sollte dies bei der Gestaltung der Hallen berücksichtigt werden. Nur so verhindern Unternehmen, dass das frische Konzept allzu schnell erneut an seine Grenzen stößt.

Darüber hinaus kann der Neubau einer Produktionshalle auch bei der Kommunikation der sogenannten „Corporate Identity“ hilfreich sein. Das äußere Erscheinungsbild eines neuen Gebäudes lässt sich leicht an die Unternehmensfarben sowie die Philosophie anpassen, was den ersten Eindruck optimiert. Hier sollten sich Unternehmer also auch in gestalterischer Hinsicht die gleichen Fragen stellen, mit denen sie sich auch bei der Darstellung des Unternehmens im Rahmen von Social Media Marketing befassen.

Den räumlichen Aufbau berücksichtigen

Steht fest, dass eine neue Produktionshalle gebaut werden soll, spielt die räumliche Aufteilung eine maßgebliche Rolle. Sie entscheidet über die Länge von Laufwegen, die Effizienz der täglichen Arbeitsabläufe und beeinflusst auch Sicherheit und Komfort. Unternehmer sollten an diesem Punkt eine Liste erstellen, die alle notwendigen Punkte umfasst. Auf welche Aspekte beim Bau der neuen Halle nicht verzichtet werden darf, wird dann zum Wegweiser für die weitere Planung. Wichtige Fragen können hier sein:

• Wo sollten Zufahrten und Tore für die Logistik liegen?
• Wie energieeffizient soll das Gebäude ausfallen?
• Welche zusätzlichen Aufgaben sollen in den neuen Räumen erledigt werden können?
• Gibt es Bedarf für Personalräume, Qualitätskontroll-Bereiche oder Forschungslabors?
• Muss eine Anbindung an bereits existente Gebäude realisiert werden?

Diese Fragen zu beantworten, kann lange dauern und weitere Fragen aufwerfen. Es ist wichtig, bei der Planung einer Produktionshalle so detailliert und genau wie möglich vorzugehen, um eventuelle neuralgische Punkte nicht zu übersehen. Daher lohnt es sich unter Umständen, fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Berater können an diesem Punkt auch den Einsatz von Bedienbühnen innerhalb der Produktionshalle genauer beleuchten. Laut Müller & Sohn sind Bedienbühnen entscheidend für die effiziente Zugänglichkeit der Anlagen, weswegen eine kompetente Planung sowohl zeitliche als auch finanzielle Vorteile bieten kann.

Sicherheit und Schutz nicht vernachlässigen

Selbstverständlich spielen nicht nur das optische Erscheinungsbild sowie eine effiziente Aufteilung der Räume entscheidende Rollen bei der Planung einer Produktionshalle. Auch die Sicherheit der Mitarbeiter innerhalb der Räumlichkeiten und bei der Bedienung von Anlagen und Maschinen sollten Unternehmer keinesfalls vergessen. Arbeitsschutz ist hier ein Punkt, der durch zahlreiche Verordnungen geregelt wird. Sinnvoll ist es daher, die Vorgaben verschiedener Verordnungen wie

• der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
• der Arbeitsstättenverordnung
• und der Betriebssicherheitsverordnung

zu studieren. Weiterführende Informationen zu diesem Thema und Inhalte der einzelnen Verordnungen finden Unternehmer unter arbeitsschutzgesetz.org.

Darüber hinaus ist auch der Brandschutz ein Punkt, der bei der Planung einer Produktionshalle unbedingt berücksichtigt werden sollte. Hier liefert die Webseite des Bundesverbandes Brandschutz-Fachbetriebe e.V. wertvolle Hinweise.

Sind all diese Punkte geregelt und besteht außerdem ein solides Lärmschutzkonzept, kann die Planung in ihre finale Phase eintreten. An diesem Punkt heißt es, die notwendigen Schritte mit den finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens in Einklang zu bringen, passende Anbieter zu finden und einen zeitlichen Rahmen für das Projekt aufzustellen.
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